Deutsche Tageszeitung - Grüne verteidigen Einladung an CDU-Politikerin Kramp-Karrenbauer

Grüne verteidigen Einladung an CDU-Politikerin Kramp-Karrenbauer


Grüne verteidigen Einladung an CDU-Politikerin Kramp-Karrenbauer
Grüne verteidigen Einladung an CDU-Politikerin Kramp-Karrenbauer / Foto: © AFP

Die Grünen-Co-Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann hat die Einladung der CDU-Politikerin Annegret Kramp-Karrenbauer zur kommenden Klausurtagung der Grünen-Bundestagsfraktion verteidigt. "Wir kennen Annegret Kramp-Karrenbauer lange und gut und schätzen sie und den Austausch mit ihr", sagte Haßelmann dem "Spiegel" laut Mitteilung vom Montag. "Wir glauben, dass die demokratischen Kräfte bei aller Unterschiedlichkeit nur gemeinsam der Spaltung der Gesellschaft entgegentreten können."

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Die frühere CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer ist inzwischen Vorsitzende der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Sie soll am Mittwoch in Leipzig bei dem Treffen der Grünen-Fraktion mit der Politökonomin Maja Göpel zum Thema "Der Spaltung die Stirn bieten" debattieren. Kurz nach ihrem Amtsantritt hatte sie sich klar von der AfD abgegrenzt und für das Festhalten an der sogenannten Brandmauer ihrer Partei plädiert. "Die AfD ist ein Antiprogramm zur CDU", sagte sie in einem Interview.

Die Grünen-Bundestagsfraktion kommt vom 28. bis 30. April in der sächsischen Metropole zu ihrer Klausurtagung zusammen. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft sollen auch alternative Konzepte zur derzeitigen Politik der Regierungskoalition aus Union und SPD stehen.

Ein gemeinsames Entgegentreten gegen die Spaltung der Gesellschaft könne gelingen, indem man miteinander inhaltlich ringe, einander zuhöre, "vielleicht auch streite" und "dennoch nach gemeinsamen Wegen zur Wahrung von Freiheit und Demokratie und zum Wohle des Landes" suche, sagte Haßelmann zur Teilnahme von Kramp-Karrenbauer an der Tagung. Sie freue sich, dass die CDU-Politikerin der Einladung zur Grünen-Fraktionsklausur folge.

Die frühere CDU-Vorsitzende und Verteidigungsministerin wurde im vergangenen Dezember in einer Kampfabstimmung zur Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung gewählt. Der Kandidat des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz, der Bundestagsabgeordnete Günther Krings, fiel durch.

(M.Dorokhin--DTZ)

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