Deutsche Tageszeitung - "Witwe im Wartestand": Melania Trump empört über Äußerung von US-Moderator Kimmel

"Witwe im Wartestand": Melania Trump empört über Äußerung von US-Moderator Kimmel


"Witwe im Wartestand": Melania Trump empört über Äußerung von US-Moderator Kimmel
"Witwe im Wartestand": Melania Trump empört über Äußerung von US-Moderator Kimmel / Foto: © AFP/Archiv

US-First Lady Melania Trump hat scharfe Kritik an US-Moderator Jimmy Kimmel geübt, nachdem er sie in seiner Show als "Witwe im Wartestand" bezeichnet hatte. Kimmels Worte seien "ätzend und verschlechtern das kranke politische Klima in den USA", schrieb die 56-Jährige am Montag im Onlinedienst X. Den Sender ABC forderte die Frau von US-Präsident Donald Trump auf, gegen Kimmel vorzugehen: "Genug ist genug. Es ist Zeit für ABC, Stellung zu beziehen."

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Kimmel hatte die Bemerkung am vergangenen Donnerstag in seiner Sendung gemacht, also zwei Tage vor dem Schusswaffenvorfall am Rande des Korrespondenten-Dinners mit US-Präsident Trump in Washington am Samstagabend. Dabei hatte ein bewaffneter Mann versucht, eine Sicherheitskontrolle ein Stockwerk über dem Eingang zu dem Veranstaltungssaal zu überwinden. Bei seiner Festnahme fielen mehrere Schüsse. Nach Angaben aus Regierungskreisen wollte der Mann offenbar Trump und weitere US-Regierungsmitglieder töten.

Im Anschluss an den Vorfall ereiferten sich zahlreiche rechte Kommentatoren über Kimmels Äußerung und forderten dessen Entlassung. Kimmel hatte in der Sendung die Rolle des Gastgebers beim bevorstehenden Korrespondenten-Dinner übernommen, bei dem üblicherweise viel gescherzt wird. Dabei wandte er sich an die imaginär im Publikum sitzende Präsidentengattin und sagte, "Mrs. Trump, Sie strahlen wie eine Witwe im Wartestand."

Der prominente Late-Night-Moderator kann bereits auf eine lang andauernde Privatfehde mit dem Trumps zurückblicken. Im September hatte ABC Kimmels Show auf Betreiben der Trump-Regierung vorübergehend abgesetzt. Zuvor hatte der Moderator Trumps Maga-Bewegung vorgeworfen, sich die Ermordung des ultrarechten Aktivisten Charlie Kirk politisch zunutze zu machen. Nach heftiger Kritik an der Absetzung vollzog der ABC-Mutterkonzern Disney schließlich eine Kehrtwende und nahm Kimmels Show wieder ins Programm.

(V.Varonivska--DTZ)

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