Deutsche Tageszeitung - Libanesisches Gesundheitsministerium: Vier Tote bei israelischen Angriffen

Libanesisches Gesundheitsministerium: Vier Tote bei israelischen Angriffen


Libanesisches Gesundheitsministerium: Vier Tote bei israelischen Angriffen
Libanesisches Gesundheitsministerium: Vier Tote bei israelischen Angriffen / Foto: © Israel Army/AFP

Trotz der geltenden Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon sind dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge vier Menschen bei israelischen Angriffen im Süden des Landes getötet worden. Bei den Angriffen seien zudem 51 weitere Menschen verletzt worden, teilte das Ministerium in Beirut am Montag mit. Unter den Todesopfern sei auch eine Frau.

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Damit stieg die Zahl der Todesopfer bei israelischen Angriffen im Libanon seit Beginn der Waffenruhe Mitte April auf mindestens 40, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf der Grundlage von Zahlen des libanesischen Gesundheitsministeriums ergab. Libanesische Staatsmedien berichteten von israelischen Luftangriffen in mehreren Gebieten im Südlibanon, darunter etwa ein Dutzend Angriffe in den Abendstunden.

Die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon erklärte derweil, ihre Kämpfer hätten mehrere Angriffe auf israelische Truppen im Libanon gestartet, darunter auf einen Armeebulldozer, der Häuser in der Grenzstadt Bint Dschbeil abgerissen habe.

Zuvor hatte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz vor ernsthaften Folgen der ablehnenden Haltung der Hisbollah zu Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon gewarnt. Hisbollah-Chef Naim Kassem "spielt mit dem Feuer, und das Feuer wird die Hisbollah und den gesamten Libanon verbrennen", sagte Katz nach Angaben seines Büros.

Kassem hatte zuvor direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon als "schwere Sünde" bezeichnet. "Wir lehnen direkte Verhandlungen mit Israel kategorisch ab" erklärte er. Die Hisbollah werde die Ergebnisse der Verhandlungen ignorieren und ihren Kampf fortsetzen.

Die Verhandlungen zwischen dem Libanon und Israel waren von den USA vermittelt worden. Die beiden Nachbarländer unterhalten keine offiziellen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand. Mitte April trafen sich diplomatische Vertreter Israels und des Libanon zu ersten direkten Gesprächen seit Jahrzehnten in Washington. Nach einem weiteren Treffen in der vergangenen Woche gab US-Präsident Donald Trump eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon um drei Wochen bekannt.

Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden: Die Hisbollah, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist, feuerte als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Bodentruppen über die Grenze.

(V.Varonivska--DTZ)

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