Deutsche Tageszeitung - Rubio bewertet iranischen Vorschlag zur Straße von Hormus vorsichtig optimistisch

Rubio bewertet iranischen Vorschlag zur Straße von Hormus vorsichtig optimistisch


Rubio bewertet iranischen Vorschlag zur Straße von Hormus vorsichtig optimistisch
Rubio bewertet iranischen Vorschlag zur Straße von Hormus vorsichtig optimistisch / Foto: © AFP

US-Außenminister Marco Rubio hat sich vorsichtig optimistisch zu dem jüngsten iranischen Vorschlag zur Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus geäußert. Die von Teheran vorgeschlagenen Bedingungen seien "besser, als wir gedacht hatten", sagte Rubio dem Nachrichtensender Fox News am Montagabend (Ortszeit). Zugleich stellte der Chefdiplomat die Aufrichtigkeit des iranischen Vorstoßes in Frage.

Textgröße ändern:

Rubio bekräftigte zudem, die USA müssten mit Blick auf den Iran "sicherstellen, dass jedes geschlossene Abkommen, jede getroffene Vereinbarung sie definitiv daran hindert, zu irgendeinem Zeitpunkt auf eine Atomwaffe hinzuarbeiten".

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hatte zuvor gesagt, ein Angebot des Iran werde "diskutiert". Sie ließ offen, ob Trump den Vorschlag annehmen werde.

US-Medienberichten zufolge will der Iran die Blockade der strategisch wichtigen Meerenge aufheben, wenn auch die USA ihre Blockade der iranischen Häfen beenden. Erst danach soll über weitere Punkte wie das iranische Atomprogramm verhandelt werden.

Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Luftangriffen der USA und Israels begonnen. Als Reaktion sperrte das iranische Militär faktisch die Straße von Hormus, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports läuft. Dies ließ die Energiepreise weltweit in die Höhe schnellen. Später blockierte das US-Militär seinerseits die Durchfahrt für iranische Schiffe. Bisherige Bemühungen um eine dauerhafte Friedenslösung unter Vermittlung Pakistans verliefen erfolglos.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

FBI-Chef: Möglicher Anschlag auf Käfigkampf zu Trump-Geburtstag vereitelt

Die US-Behörden haben nach Angaben der Bundespolizei FBI einen möglichen Anschlag auf die Käfigkampf-Veranstaltung zum 80. Geburtstag von Präsident Donald Trump vereitelt. "Die mutmaßlich geplanten Angriffe wurden im Keim erstickt", erklärte FBI-Chef Kash Patel am Dienstag im Onlinedienst X. Dank des raschen Eingreifens der Bundespolizei, des Justizministeriums und weiterer Behörden seien "zahlreiche" Verdächtige in mehreren Bundesstaaten festgenommen worden.

Trump will Öl-Sanktionen gegen Russland "bald" wieder in Kraft setzen

US-Präsident Donald Trump will ausgesetzte Sanktionen gegen russische Öl-Exporte wieder in Kraft setzen. Die USA würden "bald in der Lage sein", dies zu tun, sagte Trump am Dienstag beim G7-Gipfel im französischen Evian. Er verwies dabei darauf, dass durch die Einigung mit dem Iran "jetzt das Öl wieder fließt", das aus der Golfregion über die Straße von Hormus auf den Weltmarkt kommt.

Gericht: Polizeibeauftragter darf polizeiliche Bodycam-Aufnahmen nicht einsehen

Der Berliner Polizeibeauftragte kann keine Einsicht in polizeiliche Bodycam-Aufnahmen und andere interne Unterlagen einklagen. Das entschied das Verwaltungsgericht Berlin am Dienstag und wies die Klagen des Beauftragten zurück.

Erneut 32 Männer aus Deutschland nach Afghanistan abgeschoben

Aus Deutschland sind erneut 32 Männer nach Afghanistan abgeschoben worden. Wie das Bundesinnenministerium am Dienstag auf Anfrage in Berlin mitteilte, wurden die Afghanen von Leipzig aus nach Kabul geflogen. Zuvor hatte es auf Grundlage von Vereinbarungen der Bundesregierung mit den in Afghanistan herrschenden radikalislamischen Taliban bereits weitere solcher Flüge gegeben.

Textgröße ändern: