Deutsche Tageszeitung - Zwei US-Soldaten bei internationalem Militärmanöver in Marokko vermisst

Zwei US-Soldaten bei internationalem Militärmanöver in Marokko vermisst


Zwei US-Soldaten bei internationalem Militärmanöver in Marokko vermisst
Zwei US-Soldaten bei internationalem Militärmanöver in Marokko vermisst / Foto: © AFP/Archiv

Während eines internationalen Militärmanövers in Marokko sind zwei US-Soldaten als vermisst gemeldet worden. Wie die US-Armee und die marokkanischen Streitkräfte am Sonntag mitteilten, verschwanden die Militärangehörigen am Samstagabend im Süden des Landes. Eine Suchaktion sei im Gange.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der marokkanischen Streitkräfte im Onlinedienst Facebook verschwanden die Soldaten in der Nähe einer Klippe am Cap Draa in der Region Tan-Tan. An der koordinierten Suche beteiligten sich marokkanische, US-amerikanische und weitere an der Übung teilnehmende Truppen. Dabei kämen Einheiten am Boden, in der Luft und auf See zum Einsatz.

Das in Stuttgart ansässige Regionalkommando der US-Armee für Afrika (Africom) bestätigte das Verschwinden der Soldaten. "Ich kann bestätigen, dass dieser Vorfall nicht mit Terrorismus in Verbindung steht, sondern offenbar ein Unfall war", sagte ein US-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP. "Erste Berichte deuten darauf hin, dass die beiden Soldaten ins Meer gestürzt sein könnten." Der Vorfall werde untersucht, die Suche mit mehreren Hubschraubern, Drohnen, Booten, Tauchern und Bergrettern dauere an.

Das "Wall Street Journal" berichtete, dass die Verantwortlichen davon ausgehen, dass die vermissten Soldaten wandern gingen, nachdem die Übungen beendet waren. AFP konnte das nicht unabhängig bestätigen.

Das Militärmanöver "African Lion 2026" hatte Ende April in der südmarokkanischen Stadt Agadir begonnen. An der Übung, die noch bis zum 8. Mai andauert, nehmen fast 5000 Militärangehörige aus mehr als 40 Ländern teil.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Diplomat: USA und Iran führen am Mittwoch indirekte Gespräche in Katar

Die USA und der Iran wollen nach Angaben aus Diplomatenkreisen am Mittwoch in Katar indirekte Gespräche führen. Geplant seien getrennte Beratungen mit den katarischen und pakistanischen Vermittlern, sagte ein Diplomat der Nachrichtenagentur AFP. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nehmen demnach nicht an den "technischen Gesprächen" in Doha teil.

AfD-Klage zu Kontrollkommission in Thüringen scheitert aus formalen Gründen

Eine Klage der AfD-Fraktion in Thüringen gegen die Zusammensetzung der Parlamentarischen Kontrollkommission ist aus formalen Gründen gescheitert. Der Antrag wurde nicht fristgerecht gestellt und ist damit unzulässig, wie der Verfassungsgerichtshof in Weimar am Mittwoch entschied. Die Kommission kontrolliert das Landesamt für Verfassungsschutz.

CDU-Politiker Bilger lehnt Verzicht auf Mütterrenten-Ausweitung ab

Vor dem Koalitionsausschuss hat Unionsparlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (CDU) die Forderung nach einem Verzicht auf die Ausweitung der Mütterrente zurückgewiesen. Es gebe "wirklich Gründe dafür, die Mütterrente so auszugestalten, wie es jetzt vereinbart ist", sagte Bilger am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Die Mütterrente sei ein wichtiges Anliegen der CSU gewesen, genieße aber auch darüber hinaus "Sympathie", betonte Bilger.

NGO: Mehr als 100.000 Tote seit Putsch in Myanmar

Seit dem Beginn des Bürgerkriegs nach einem Militärputsch in Myanmar vor fünf Jahren sind nach Angaben von Aktivisten mehr als 100.000 Menschen getötet worden. Seit Februar 2021 seien 100.114 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konflikt verzeichnet worden, sagte Sun Mon Thant von der Nichtregierungsorganisation Acled am Mittwoch. Diese erfasst Medienberichte über Gewalt in Myanmar.

Textgröße ändern: