Deutsche Tageszeitung - Spahn als Chef der Unionsfraktion bestätigt - 86,5 Prozent für CDU-Politiker

Spahn als Chef der Unionsfraktion bestätigt - 86,5 Prozent für CDU-Politiker


Spahn als Chef der Unionsfraktion bestätigt - 86,5 Prozent für CDU-Politiker
Spahn als Chef der Unionsfraktion bestätigt - 86,5 Prozent für CDU-Politiker / Foto: © AFP/Archiv

Der CDU-Politiker Jens Spahn steht weiter an der Spitze der Unionsfraktion. Spahn wurde am Dienstag mit 86,5 Prozent für die verbleibenden drei Jahre der Legislatur im Amt des Fraktionsvorsitzenden bestätigt, wie aus Fraktionskreisen verlautete. Spahn dankte demnach den Abgeordneten für den Vertrauensbeweis. Ziel sei, dass die Fraktion ein Stabilitätsanker bleibe, man habe noch viel vor.

Textgröße ändern:

Bei seiner ersten Wahl genau ein Jahr zuvor hatte er mehr als 90 Prozent Zustimmung erhalten. Er hatte damals an der Spitze der Fraktion Friedrich Merz abgelöst, der ins Amt des Bundeskanzlers wechselte.

Bei den anderen Fraktionen im Bundestag - SPD, Grüne, AfD und Linke - standen am Dienstag keine Neuwahlen auf der Tagesordnung. Ihre Fraktionsführungen sind bis kommendes Jahr gewählt.

In der Unionsfraktion gilt eine andere Regelung: Der Vorsitzende muss sich bereits nach einem Jahr der Wiederwahl stellen, ist dann aber bis zum Rest der Legislaturperiode im Amt. Die CSU-Mitglieder im Fraktionsvorstand - unter ihnen Landesgruppenchef Alexander Hoffmann - werden gleich auf vier Jahre gewählt und müssen sich nicht der Wiederwahl stellen.

Spahn hatte in den vergangenen Monaten als Unionsfraktionschef wiederholt Kritik auf sich gezogen - etwa letzten Sommer, als die Wahl der von der SPD als Verfassungsrichterin vorgeschlagenen Juristin Frauke Brosius-Gersdorf wegen Widerstands innerhalb seiner Fraktion abgesagt werden musste. Auch in der scharfen unionsinternen Debatte um die "Haltelinie" beim Rentenniveau Ende 2025 wurde Spahn vorgeworfen, die Fraktion nicht ausreichend im Griff zu haben.

Inzwischen bescheinigen ihm Unionspolitiker aber intern, seine Stellung gesfestigt zu haben - und durch seine enge Zusammenarbeit mit SPD-Fraktionschef Matthias Miersch eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung der Koalition zu spielen.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Bisheriger Innenminister Strobl soll in Stuttgart Landtagspräsident werden

Der bisherige Innenminister von Baden-Württemberg, Thomas Strobl (CDU), soll neuer Landtagspräsident werden. Die CDU-Fraktion im Stuttgarter Landtag nominierte den 66-Jährigen am Dienstag, wie sie mitteilte. Das Landesparlament soll in der Strobl kommenden Woche wählen - die künftige grün-schwarze Koalition hat dort eine komfortable Mehrheit.

Nach Beginn von Hormus-Einsatz: Iran und USA drohen einander mit Wiederaufnahme der Kämpfe

Nach dem Beginn des US-Militäreinsatzes zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus haben der Iran und die USA einander mit Drohungen überzogen. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf erklärte, die Armee seines Landes habe mit den Angriffen "noch nicht einmal begonnen". US-Verteidigungsminister Pete Hegseth warnte den Iran am Dienstag vor der "vernichtenden Feuerkraft der USA", sollte er weitere Schiffe attackieren. Unterdessen meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate iranischen Beschuss.

Nouripour bemängelt fehlende Eigeninitiative Berlins im Umgang mit Iran

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) hat fehlende Eigeninitiative der Bundesregierung im Umgang mit dem Iran bemängelt. Das "höchste aller Gefühle", was Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) bislang "von sich gibt, ist, kraftvoll seine Sorgen zum Ausdruck zu bringen", sagte Nouripour am Dienstag dem TV-Sender "Welt". "Das ist nicht initiativ, das bringt uns nicht zurück zum Verhandlungstisch", kritisierte er.

Dobrindt will "Migrationswende" vorantreiben und Zivilschutz stärken

Eine schärfere Abschiebepolitik, eine Stärkung des Zivilschutzes und die Reform der Nachrichtendienste: Noch in diesem Jahr will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) weitere Vorhaben in den Bereichen Migrations- und Sicherheitspolitik umsetzen. Während er ein Jahr nach dem Antritt der schwarz-roten Bundesregierung eine positive Bilanz seiner Arbeit zog, stellte die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl dem Minister ein schlechtes Zwischenzeugnis aus.

Textgröße ändern: