Deutsche Tageszeitung - Faustschläge in Gesicht von Gefesseltem: 15.000 Euro Geldstrafe für Polizist

Faustschläge in Gesicht von Gefesseltem: 15.000 Euro Geldstrafe für Polizist


Faustschläge in Gesicht von Gefesseltem: 15.000 Euro Geldstrafe für Polizist
Faustschläge in Gesicht von Gefesseltem: 15.000 Euro Geldstrafe für Polizist / Foto: © AFP/Archiv

Wegen Faustschlägen ins Gesicht eines mit Handschellen gefesselten Manns ist ein Polizist in Schleswig-Holstein zu einer Geldstrafe von 15.000 Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht Schwarzenbek sprach den Beamten wegen Körperverletzung im Amt schuldig, wie eine Sprecherin am Mittwoch mitteilte. Es verhängte eine Strafe von 150 Tagessätzen zu je 100 Euro.

Textgröße ändern:

Nach Gerichtsangaben hatte sich das Geschehen im Oktober 2023 in einem Einsatzwagen ereignet. Demnach war der Geschädigte, der an dem Verfahren als Nebenkläger teilnahm, nach einer Auseinandersetzung auf einem Jahrmarkt in Geesthacht im Kreis Herzogtum Lauenburg in Gewahrsam genommen worden.

Der 33-jährige Beamte versetzte dem mit Handschellen gefesselten Mann demnach mindestens drei Faustschläge ins Gesicht. Der Geschädigte trug einen kleineren Zahnabbruch und einen massiven Bluterguss am Auge davon. Das Urteil wurde am Montag verkündet.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

London und Paris richten am Dienstag Verteidigungsministertreffen zur Straße von Hormus aus

Großbritannien und Frankreich richten am Dienstag ein virtuelles Treffen von Verteidigungsministern aus, bei dem es um militärische Pläne zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus gehen soll. "Verteidigungsminister John Healey wird gemeinsam mit seiner französischen Amtskollegin Catherine Vautrin den Vorsitz bei einem Treffen von über 40 Nationen" im Rahmen der "multinationalen Mission" führen, erklärte das britische Verteidigungsministerium am Sonntag.

In Polen angeklagter Ex-Justizminister aus Ungarn in die USA geflohen

Der in seiner Heimat wegen mehrerer strafrechtlicher Vorwürfe gesuchte frühere polnische Justizminister Zbigniew Ziobro ist aus seinem Asylland Ungarn in die USA geflohen. Ziobro bestätigte am Sonntag dem rechtsgerichteten polnischen Sender Republika, dass er sich in den USA aufhalte. In seiner Heimat drohen dem Architekten der umstrittenen polnischen Justizreform bis zu 25 Jahre Haft.

Trump: Iranische Antwort auf US-Vorschlag ist "vollkommen inakzeptabel"

Im zähen Ringen um einen Ausweg aus dem Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump die Antwort Teherans auf den US-Vorschlag als "vollkommen inakzeptabel" zurückgewiesen. "Sie gefällt mir nicht", schrieb der 79-Jährige am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Dort hatte er dem Iran zuvor bereits vorgeworfen, die USA an der Nase herumzuführen.

Papst verurteilt jüngste Gewaltwelle in Mali und im Tschad

Papst Leo XIV. hat die neue Welle dschihadistischer Gewalt in der Sahelzone verurteilt. "Mit großer Sorge habe ich von den Berichten zunehmender Gewalt in der Sahelzone erfahren, insbesondere im Tschad und in Mali, die von terroristischen Angriffen getroffen wurden", sagte der Papst am Sonntag vor Gläubigen auf dem Petersplatz.

Textgröße ändern: