Deutsche Tageszeitung - Minister: In griechischer Grotte gefundene See-Drohne stammt aus der Ukraine

Minister: In griechischer Grotte gefundene See-Drohne stammt aus der Ukraine


Minister: In griechischer Grotte gefundene See-Drohne stammt aus der Ukraine
Minister: In griechischer Grotte gefundene See-Drohne stammt aus der Ukraine / Foto: © UKRAINIAN FOREIGN MINISTRY/AFP/Archiv

Eine in der vergangenen Woche in griechischen Gewässern gefundene See-Drohne stammt nach Erkenntnissen der Regierung in Athen aus der Ukraine. Die Drohne sei "mit Sicherheit" ukrainischer Herkunft und habe eine Gefahr für die freie Schifffahrt dargestellt, sagte der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias am Dienstag bei einem EU-Ministertreffen in Brüssel. Er nannte die Angelegenheit "äußerst ernst".

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Laut griechischen Medien hatte ein Fischer die Drohne am vergangenen Donnerstag in einer Grotte im Südwesten der Insel Lefkada im Ionischen Meer gefunden. Ihr Motor sei noch gelaufen, berichtete der Sender ERT. Nach Angaben aus griechischen Militärkreisen war die Drohne mit Sprengstoff beladen. Nach Angaben der Behörden ähnelt sie den See-Drohnen vom Typ Magura, die von der Ukraine gegen russische Schiffe vor der Krim-Halbinsel im Schwarzen Meer eingesetzt werden.

Im Dezember hatte die Ukraine erstmals in "neutralen Gewässern" des Mittelmeers einen mutmaßlichen Tanker der russischen Schattenflotte mit Drohnen beschossen, wie die Nachrichtenagentur AFP damals aus ukrainischen Geheimdienstkreisen erfuhr. Dabei sei an dem Schiff "Quendil" "beträchtlicher Schaden" entstanden. Von wo der Angriff gestartet wurde und über welche Länder die Drohnen flogen, wurde nicht mitgeteilt.

Als Schattenflotte werden die oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe bezeichnet, mit denen Russland das internationale Ölembargo wegen des Ukraine-Kriegs umgeht. Die Schiffe stehen zudem teilweise in Verdacht, an sogenannten hybriden Angriffen gegen den Westen im Auftrag Russlands beteiligt zu sein, etwa an der Beschädigung von Unterwasserkabeln in der Ostsee.

(P.Tomczyk--DTZ)

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