Deutsche Tageszeitung - Trump tritt China-Reise an: Präsident erwartet "langes Gespräch" mit Xi zu Iran

Trump tritt China-Reise an: Präsident erwartet "langes Gespräch" mit Xi zu Iran


Trump tritt China-Reise an: Präsident erwartet "langes Gespräch" mit Xi zu Iran
Trump tritt China-Reise an: Präsident erwartet "langes Gespräch" mit Xi zu Iran / Foto: © AFP/Archiv

US-Präsident Donald Trump hat seine erste China-Reise seit 2017 angetreten. Die Präsidentenmaschine Air Force One hob am Dienstag von der Luftwaffenbasis Joint Base Andrews nahe Washington ab, wie AFP-Reporter berichteten. Kurz vor dem Abflug hatte Trump Gesprächsbereitschaft über den Iran-Krieg signalisiert. Er erwarte dazu "ein langes Gespräch" mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, sagte der Präsident vor Journalisten.

Textgröße ändern:

Peking befürwortet eine dauerhafte Friedenslösung im Iran und dringt als Importeur iranischen Öls auf eine rasche Öffnung der Straße von Hormus. Trump ist ein Abkommen mit Teheran bisher nicht gelungen. Zuletzt kritisierte er die iranische Antwort auf den US-Vorschlag scharf und gab der seit April geltenden Feuerpause nur noch eine "Überlebenschance von einem Prozent".

Hauptthema seiner China-Reise sei der Handel, sagte der US-Präsident weiter. Mit hohen Sonderzöllen hatte Trump vor gut einem Jahr einen Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt ausgelöst. Am Rande eines internationalen Treffens in Südkorea vereinbarten der US-Präsident und Xi dann im Oktober, den Handelskonflikt einzufrieren.

Nach Angaben des Weißen Hauses erwartet Trump neue Vereinbarungen mit der Volksrepublik. Begleitet wird der Präsident von einer Wirtschaftsdelegation. Dazu gehören unter anderem Elon Musk als Chef der Konzerne Tesla und SpaceX, Apple-Chef Tim Cook und Boeing-Vorstand Robert Ortberg.

Trump wollte ursprünglich bereits im März nach Peking reisen, musste dies aber wegen des Iran-Kriegs aufschieben. Er wird nun ab Mittwochabend (Ortszeit) in Peking erwartet. Ab Donnerstag stehen ein bilaterales Gespräch mit Xi auf dem Programm sowie ein Besuch im Himmelstempel der kaiserlichen Ming- und Qing-Dynastien. Am Freitag sind eine Teezeremonie mit Xi und Trump und ein Arbeitsessen geplant, bevor der US-Präsident die Rückreise antritt.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Russland testet lange angekündigte Sarmat-Interkontinentalrakete

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Dienstag einen erfolgreichen Test der seit Jahren angekündigten Interkontinentalrakete vom Typ Sarmat bekanntgegeben. Es handle sich um das "mächtigste Raketensystem der Welt", sagte Putin nach dem Test. Eine Sarmat-Rakete könne mehr als viermal so schwere Sprengköpfe tragen wie jegliches westliche System und habe eine Reichweite von 35.000 Kilometern. "Bis Jahresende" werde die Sarmat einsatzbereit sein, fügte der Kreml-Chef an.

Libanon: 380 Tote seit Waffenruhe - Israel meldet Einsatz am Fluss Litani

Bei israelischen Luftangriffen auf den Libanon sind seit Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen beiden Ländern nach neuen offiziellen Angaben 380 Menschen getötet worden. Unter den seit dem 17. April Getöteten seien 108 Angehörige der Sicherheitskräfte und der Gesundheitsbehörden, erklärte der libanesische Gesundheitsminister Rakan Nassereddin am Dienstag. Die israelische Armee gab einen Einsatz von Bodentruppen im Libanon am Litani-Fluss bekannt, Medienberichten zufolge überquerten dabei Soldaten den Fluss.

Spitzen der Koalition zu Beratungen über Reform-Fahrplan zusammengekommen

Öffentlicher Streit hat das Erscheinungsbild der Koalition in den vergangenen Wochen geprägt - nun wollen Union und SPD einen gemeinsamen Fahrplan für die kommenden Projekte festlegen. Am Dienstagnachmittag kamen die Spitzen der Koalition im Bundeskanzleramt zu einem Koalitionsausschuss zusammen. Aus Union und SPD hieß es übereinstimmend, dass keine wegweisenden Beschlüsse zu erwarten seien. Vielmehr gehe es um einen Austausch über strittige Projekte und um eine Festlegung auf das weitere Vorgehen.

Minister: In griechischer Grotte gefundene See-Drohne stammt aus der Ukraine

Eine in der vergangenen Woche in griechischen Gewässern gefundene See-Drohne stammt nach Erkenntnissen der Regierung in Athen aus der Ukraine. Die Drohne sei "mit Sicherheit" ukrainischer Herkunft und habe eine Gefahr für die freie Schifffahrt dargestellt, sagte der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias am Dienstag bei einem EU-Ministertreffen in Brüssel. Er nannte die Angelegenheit "äußerst ernst".

Textgröße ändern: