Deutsche Tageszeitung - Merkel sieht sich nicht als politische "Männermörderin"

Merkel sieht sich nicht als politische "Männermörderin"


Merkel sieht sich nicht als politische "Männermörderin"
Merkel sieht sich nicht als politische "Männermörderin" / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) hält nicht viel von dem Vorwurf, sie habe männliche Konkurrenten in ihrer Karriere systematisch verdrängt. Angesprochen auf das Etikett der "männermordenden Merkel", das im Zuge ihres damaligen Machtkampfes mit dem heutigen Kanzler Friedrich Merz geprägt wurde, entgegnete sie gegenüber dem "Focus": "Männer werfen andauernd Männer aus der Bahn. Und wenn jetzt eine Frau das tut, den Weg zu einer Position für sich genauso beansprucht wie ein Mann, dann redet man von der 'männermordenden Merkel'."

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Dieser Vorwurf sei aber "haltlos" und "absurd", sagte Merkel dem "Focus" laut Vorabmeldung vom Donnerstag. Er sei ein Beleg dafür, dass es zum damaligen Zeitpunkt noch keine Erfahrung mit Frauen in solchen politischen Konkurrenzsituationen gegeben habe. Wer in ein hohes Amt wolle, müsse Auswahlprozesse durchlaufen, bei denen nie alle glücklich seien, sagte Merkel weiter. Ihr selbst sei erst als Kanzlerin klar geworden, dass es in der CDU schwieriger war, Frau zu sein als aus dem Osten zu kommen.

(O.Tatarinov--DTZ)

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