Deutsche Tageszeitung - Rutte "begrüßt" Trumps Ankündigung zur Entsendung von 5000 Soldaten nach Polen

Rutte "begrüßt" Trumps Ankündigung zur Entsendung von 5000 Soldaten nach Polen


Rutte "begrüßt" Trumps Ankündigung zur Entsendung von 5000 Soldaten nach Polen
Rutte "begrüßt" Trumps Ankündigung zur Entsendung von 5000 Soldaten nach Polen / Foto: © TT News Agency/AFP

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat positiv auf die Äußerung von US-Präsident Donald Trump reagiert, 5000 "zusätzliche Soldaten" nach Polen entsenden zu wollen. "Natürlich begrüße ich die Ankündigung", sagte Rutte vor einem Treffen der Nato-Außenminister im schwedischen Helsingborg am Freitag. "Unsere Militärbefehlshaber arbeiten derzeit alle Einzelheiten aus", fügte er hinzu.

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Trump hatte am Donnerstag überraschend in seinem Onlinedienst Truth Social angekündigt, "5000 zusätzliche Soldaten" nach Polen zu entsenden. Er begründete dies mit seinem guten Verhältnis zu Polens rechtsnationalem Präsidenten Karol Nawrocki. Details zur Entsendung nannte der US-Präsident nicht.

Erst vergangene Woche hatten hochrangige US-Militärvertreter bekanntgegeben, dass die USA die geplante Entsendung von 4000 Soldaten nach Polen gestoppt hätten. US-Vizepräsident JD Vance sagte am Dienstag vor Journalisten im Weißen Haus, die Verlegung sei lediglich verschoben und nicht gestrichen worden. Ob Trumps Ankündigung sich auf diese US-Soldaten bezog, blieb zunächst unklar.

Anfang Mai hatten die USA angekündigt, binnen eines Jahres 5000 Soldatinnen und Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Trump erklärte später, Washington werde die Zahl noch "deutlich stärker reduzieren".

Die USA planen schon seit Längerem, sich stärker in Richtung des Indopazifiks zu orientieren und in diesem Zusammenhang Truppen aus Europa abzuziehen. Kanada und vor allem die europäischen Nato-Länder sollen künftig mehr Verantwortung bei der Verteidigung des Bündnisgebiets übernehmen.

Die zum Teil überraschenden und widersprüchlichen Ankündigungen aus Washington zu US-Truppenbewegungen in Europa führten bei den Verbündeten in Europa zuletzt allerdings zu Irritation und Besorgnis.

"Es ist tatsächlich verwirrend und nicht immer leicht zu durchschauen", sagte die schwedische Außenministerin Maria Malmer Sternergard in Helsingborg. "Wir müssen uns weiterhin auf das konzentrieren, was wir tun, und nicht auf das, was alle anderen sagen." Ihr estnischer Kollege Margus Tsahkna rief die USA dazu auf, die Verlegung der Truppen "koordinierter" anzugehen.

Rutte betonte, dass die Nato sich grundsätzliche auf dem Weg zu einem "stärkeren Europa" befinde. "Wir sorgen dafür, dass wir im Laufe der Zeit, Schritt für Schritt, weniger von nur einem einzigen Verbündeten abhängig sind."

(L.Barsayjeva--DTZ)

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