Deutsche Tageszeitung - USA, Indien, Australien und Japan: Engere Kooperation bei Schifffahrt und Mineralien

USA, Indien, Australien und Japan: Engere Kooperation bei Schifffahrt und Mineralien


USA, Indien, Australien und Japan: Engere Kooperation bei Schifffahrt und Mineralien
USA, Indien, Australien und Japan: Engere Kooperation bei Schifffahrt und Mineralien / Foto: © POOL/AFP

Die USA, Indien, Australien und Japan haben sich auf eine engere Zusammenarbeit bei den Themen Seeschifffahrt und wichtige Mineralien verständigt. US-Außenminister Marco Rubio sagte anlässlich eines Treffens mit seinen Kollegen der sogenannten Quad-Gruppe am Dienstag im indischen Neul-Delhi, die vier Länder teilten als Demokratien nicht nur "starke Werte", sie hätten auch bei Wirtschaftsfragen "viele" gleiche Vorstellungen.

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Die Quad-Gruppe wird als Gegengewicht zu China angesehen. Rubios Indien-Reise findet rund eine Woche nach dem China-Besuch von US-Präsident Donald Trump in der Volksrepublik statt. Dort hatte er eine Zusammenarbeit mit Peking überschwänglich als Zweier-Gruppe ("G2") bezeichnet. Auf einen Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Quad-Gruppe wollte der Republikaner sich bislang nicht festlegen. Sein demokratischer Vorgänger Joe Biden hatte der Vierer-Gruppe eine hohe Priorität eingeräumt.

Rubio, der im vergangenen Jahr bereits an zwei Quad-Treffen teilgenommen hatte, sagte nun, die vier Länder würden unter anderem bei der Überwachung der Schifffahrt zusammenarbeiten und bessere Echtzeitinformationen für die zivile Schifffahrt bereitstellen. Die USA und Japan sehen Chinas maritime Stärke mit Sorge.

Zudem kündigte Rubio an, die Vierer-Gruppe werde enger zusammenarbeiten, um die Versorgung mit Mineralien sicherzustellen, die etwa für die Technologiebranche wichtig sind. China hat bei seltenen Erden eine bedeutende Stellung.

Die australische Außenministerin Penny Wong erklärte, die Quad-Gruppe werde bei der Entwicklung des Hafenausbaus der Fidschi-Inseln zusammenarbeiten. China ist bestrebt, in dem Inselstaat im Südpazifik seinen Einfluss auszuweiten.

Als Reaktion auf das Treffen der Quad-Gruppe erklärte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, eine Zusammenarbeit solle sich "nicht gegen eine dritte Partei" richten. Peking unterstütze auch keine "exklusiven Cliquen oder Block-Konfrontationen".

(O.Zhukova--DTZ)

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