Deutsche Tageszeitung - Fußball-WM: Weitere US-Bundesstaaten untersuchen möglichen Ticket-Wucher

Fußball-WM: Weitere US-Bundesstaaten untersuchen möglichen Ticket-Wucher


Fußball-WM: Weitere US-Bundesstaaten untersuchen möglichen Ticket-Wucher
Fußball-WM: Weitere US-Bundesstaaten untersuchen möglichen Ticket-Wucher / Foto: © AFP

Nach Kalifornien gehen zwei weitere US-Bundesstaaten dem Verdacht auf Ticket-Wucher bei der Fußball-Weltmeisterschaft nach. New York und New Jersey kündigten am Mittwoch eine Untersuchung zu den Praktiken des Weltfußballverbands Fifa an. Fans müssten für Tickets "unmöglich hohe Preise" zahlen, sagte die Generalstaatsanwältin von New Jersey, Jennifer Davenport. Der Bundesstaat richtet am 19. Juli im MetLife-Stadion westlich von Manhattan das Finale aus.

Textgröße ändern:

New Jersey und New York wollen nach eigenen Angaben Berichte prüfen, nach denen Fans über die Lage ihrer Sitzplätze getäuscht worden sein sollen und deshalb überteuerte Preise zahlten. Zudem sollen die Preise je nach Beliebtheit eines Spiels gestiegen sein.

"New Yorker warten seit Jahren darauf, dass die Weltmeisterschaft in ihrem eigenen Hinterhof stattfindet, und sie verdienen eine faire Chance auf erschwingliche Tickets", sagte die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates, Letitia James. Kein Fan solle "manipuliert werden, um für Plätze horrende Preise zu zahlen, und Fans sollten sich darauf verlassen können, dass die Tickets, die sie kaufen, auch die sind, die sie erhalten", ergänzte sie.

Zuvor hatte die Fan-Organisation Football Supporters Europe (FSE) "Wucher"-Preise bei dem Turnier kritisiert. Die Fußball-WM findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada statt.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

G20-Finanzminister beenden Gipfeltreffen in USA mit gemeinsamer Erklärung

Die Finanzminister der G20-Staaten haben ihr zweitägiges Treffen in den USA mit einer gemeinsamen Abschlusserklärung des G20-Vorsitzes beendet. Die Minister forderten darin am Dienstag in Asheville im US-Bundesstaat North Carolina mehrheitlich "die freie, sichere und berechenbare Schifffahrt durch die Straße von Hormus", die seit Beginn des Iran-Krieges von Teheran weitgehend blockiert wird.

Venezuelas Parlament und Armee billigen milliardenschweres Öl-Abkommen mit den USA

Kurz vor der Ankunft von US-Energieminister Chris Wright in Venezuela hat das Parlament des südamerikanischen Landes ein milliardenschweres Öl-Abkommen mit den USA gebilligt. "Die Unterstützung des binationalen Energieträger-Abkommens" sei "angenommen", sagte der Präsident von Venezuelas Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, am Dienstag nach einer Abstimmung per Handzeichen. Das Abkommen wird auch von der Armee des Landes unterstützt.

USA und Iran weiten Angriffe deutlich aus - Zwei Tote laut iranischen Staatsmedien

Die USA und der Iran haben ihre militärische Konfrontation am Dienstag deutlich verschärft. US-Streitkräfte griffen nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran an, Teheran meldete daraufhin Raketen- und Drohnenschläge auf US-Stützpunkte in der Region. US-Präsident Donald Trump drohte mit noch "viel härteren" Angriffen. Bei einem US-Angriff auf ein Wohnhaus während einer Hochzeitsfeier wurden nach iranischen Behördenangaben zwei Menschen getötet.

Anschlagsversuch in Leipzig: AfD-Spitzenkandidat Siegmund fordert Diplomatie statt Sanktionen

Der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, hat nach dem mutmaßlich russischen Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig Anfang August Diplomatie statt neuer Sanktionen gegen Russland gefordert. "Diplomatie. Miteinander reden", sagte Siegmund dem Portal "The Pioneer" am Rande einer Wahlkampfveranstaltung am Dienstag auf die Frage, welche Maßnahmen die Bundesregierung nun gegen Russland ergreifen solle. Es müsse gefragt werden, was der bisherige Kurs des Westens gegenüber Moskau in den vergangenen Jahren gebracht habe.

Textgröße ändern: