CDU sagt Präsidiumsklausur in Sachsen-Anhalt ab - Merz macht aber Wahlkampf
Die CDU-Spitze hat ihre für Ende August angekündigte Präsidiumsklausur in Magdeburg abgesagt. Eine Parteisprecherin begründete die Absage am Freitag damit, dass die CDU in der "Schlussmobilisierung" vor der Wahl in Sachsen-Anhalt "anstatt interner Sitzungen mehr Wahlkampftermine ermöglichen" wolle. CDU-Chef Friedrich Merz, Generalsekretär Carsten Linnemann und weitere Mitglieder der Parteiführung würden sich "intensiv in den Wahlkampf einbringen und eine Vielzahl von Terminen wahrnehmen".
Nicht bestätigen wollte die Sprecherin einen Bericht des "Spiegel", wonach die Landes-CDU in Sachsen-Anhalt wegen der Unbeliebtheit der von Merz geführten Regierung befürchte, eine CDU-Präsidiumssitzung in Magdeburg könne ihr im Wahlkampf schaden. In Sachsen-Anhalt steht CDU-Ministerpräsident Sven Schulze an der Spitze der Regierung.
"Die CDU kämpft geschlossen für einen Wahlsieg in Sachsen-Anhalt", sagte die Sprecherin der Bundes-CDU zu AFP. Die genauen Formate, Orte und Termine würden zeitnah bekannt gegeben.
In Sachsen-Anhalt wird am 6. September gewählt. Aktuellen Umfragen zufolge liegt die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD mit deutlichem Vorsprung vor der CDU von Schulze auf Platz eins. Der AfD-Landesverband in Sachsen-Anhalt wird seit Oktober 2023 vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.
(V.Korablyov--DTZ)