Deutsche Tageszeitung - Albaniens Regierungschef: "Kein Grund zur Sorge" wegen Bauprojekt von Trumps Schwiegersohn

Albaniens Regierungschef: "Kein Grund zur Sorge" wegen Bauprojekt von Trumps Schwiegersohn


Albaniens Regierungschef: "Kein Grund zur Sorge" wegen Bauprojekt von Trumps Schwiegersohn
Albaniens Regierungschef: "Kein Grund zur Sorge" wegen Bauprojekt von Trumps Schwiegersohn / Foto: © AFP

Albaniens Regierungschef Edi Rama hat Bedenken von Demonstranten wegen eines milliardenschweren Luxus-Bauprojekts heruntergespielt, das mit US-Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner in Verbindung steht. Es gebe "keinen Grund zur Sorge", sagte Rama am Freitag.

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Geplant ist, mehr als eine Milliarde Euro zu investieren. Vorgesehen sind Luxushotels in dem Schutzgebiet Vjosa-Nartaan an der südlichen Adriaküste. Die unbewohnte Insel Sazan, wo sich einst eine Militärbasis befand, soll in ein glamouröses Touristenziel verwandelt werden. Viele Details zu dem Vorhaben sind jedoch nach wie vor unklar.

Seit fast einer Woche nehmen die Proteste in dem Balkanstaat gegen das Luxus-Bauprojekt zu. Die Demonstranten kritisieren, das Vorhaben werde der Umwelt schaden.

Rama versuchte nun, die Kritiker zu beschwichtigen. "Es gibt noch kein genehmigtes Projekt", sagte er. "Zuerst müssen wir das Projekt haben, dann müssen wir es sehen, dann müssen wir es diskutieren", fuhr er gegenüber Reportern in Montenegro fort, wo er am EU-Westbalkan-Gipfel teilnahm.

"Wir können nicht über etwas diskutieren, das nicht existiert", sagte er auf die Frage nach den Protesten. Rama forderte die westlichen Medien auf, bei ihrer Berichterstattung "viel vorsichtiger" zu sein. "Es gibt keinen Grund zur Sorge, solange es kein Projekt gibt."

Rama sagte, "führende" Experten seien an dem Vorhaben beteiligt. Ziel sei es, "etwas Einzigartiges zu schaffen".

Die albanische Regierung versucht seit langer Zeit, ihre Wirtschaft durch den Tourismus anzukurbeln.

Die Familie von Trump hat weltweit vielfach in Luxusprojekte investiert. Kritiker werfen Kushner und seiner Frau vor, die Präsidentschaft von Donald Trump für eigene Geschäfte zu nutzen.

(O.Zhukova--DTZ)

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