Deutsche Tageszeitung - Israel meldet vom Iran abgefeuerte Raketen - erstmals seit Beginn der Waffenruhe

Israel meldet vom Iran abgefeuerte Raketen - erstmals seit Beginn der Waffenruhe


Israel meldet vom Iran abgefeuerte Raketen - erstmals seit Beginn der Waffenruhe
Israel meldet vom Iran abgefeuerte Raketen - erstmals seit Beginn der Waffenruhe / Foto: © AFP

Israel ist am Sonntag nach Angaben der israelischen Armee erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe Anfang April Ziel von iranischen Raketen gewesen. "Vor kurzem hat die Armee Raketen identifiziert, die vom Iran in Richtung des israelischen Staatsgebiets abgefeuert wurden", teilte das israelische Militär mit. Im Norden und im Zentrum Israels, darunter in den Städten Haifa, Caesarea und Hadera, wurde Luftalarm ausgelöst.

Textgröße ändern:

Kurz darauf meldete die Armee eine zweite aus dem Iran kommende Raketensalve. "Eine weitere Welle von Raketen ist in Richtung des Staates Israel abgefeuert worden", hieß es in einer kurzen Mitteilung des Militärs. "Das Luftabwehrsystem identifiziert und fängt derzeit die Bedrohungen ab", hieß es. Bisher seien alle Raketen abgefangen worden.

Das Bildungsministerium und die Armee teilten in einer gemeinsamen Erklärung mit, dass "nach einer Lagebeurteilung" keine "schulischen Aktivitäten" mehr stattfinden können.

Der Iran hatte am Sonntag damit gedroht, US- und israelische Ziele in der Region anzugreifen, nachdem bei einem israelischen Luftangriff auf die südlichen Vororte von Beirut zwei Menschen getötet worden waren.

Der durch einen US-israelischen Angriff auf den Iran Ende Februar ausgelöste Krieg dauert bereits 100 Tage an.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Union will Grundsicherung für mit Haftbefehl Gesuchte beenden

Unionsfraktionsvize Günter Krings (CDU) hat Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) vorgeworfen, den vereinbarten Aktionsplan gegen Sozialleistungsmissbrauch noch immer nicht vorgelegt zu haben. Nach wie vor würden deshalb per Haftbefehl gesuchte Menschen in Deutschland Grundsicherung kassieren, sagte Krings der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" von Montag. "Der Rest der Welt dürfte nur noch den Kopf über uns schütteln." Die SPD zeigte sich nach Krings' Kritik zu raschem Handeln bereit.

Kritik an Israel und Russland: Spanien beklagt Verbreitung von "Falschinformationen" zu Ceuta

Die Aufarbeitung des Massenandrangs von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika sorgt für Spannungen zwischen Spanien und Israel. Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez prangerte am Montag die Verbreitung von "Falschinformationen" im Vorfeld der Migrationskrise an und verwies dabei auf Israel und Russland. Der israelische Außenminister Gideon Saar warf Sánchez daraufhin eine "schamlose Lüge" vor. Eine Verantwortung marokkanischer Behörden für die Vorkommnisse in Ceuta schloss Sánchez aus.

Gipfel von Shanghai-Organisation: Putin und Xi in Kirgistan zusammengekommen

Russlands Präsident Wladimir Putin ist zu einem zweitägigen Treffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Kirgistan eingetroffen. Bereits kurz nach seiner Ankunft in der Hauptstadt Bischkek traf er am Montag Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping, wie russische Medien berichteten. An dem Gipfel nimmt auch der iranische Präsident Massud Peseschkian teil, dessen Land - ebenso wie Russland - zu den am meisten sanktionierten weltweit zählt.

Erstmals seit Wochen wieder Angriffe der USA und des Iran - Teheran meldet zwei Tote

Rund einen Monat pausierten die USA und der Iran ihre gegenseitigen Militärangriffe - nun hat die US-Armee die iranische Insel Larak in der Straße von Hormus attackiert und der Iran eigenen Angaben zufolge mit Gegenangriffen in der Region reagiert. Bei dem US-Angriff am Sonntagabend seien Raketenwerfer auf Larak ins Visier genommen worden, teilte das US-Militärkommando Centcom mit. Laut iranischen Medien wurden dabei zwei Menschen getötet.

Textgröße ändern: