Deutsche Tageszeitung - Teheran: Vereinbarung mit den USA könnte "in den kommenden Tagen" unterzeichnet werden

Teheran: Vereinbarung mit den USA könnte "in den kommenden Tagen" unterzeichnet werden


Teheran: Vereinbarung mit den USA könnte "in den kommenden Tagen" unterzeichnet werden
Teheran: Vereinbarung mit den USA könnte "in den kommenden Tagen" unterzeichnet werden / Foto: © AFP/Archiv

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat sich optimistisch über eine baldige Einigung auf eine Friedensvereinbarung mit den USA gezeigt. "Sobald die letzten Phasen unserer Verhandlungen abgeschlossen sind, wird dieses Abkommen unterzeichnet und bekanntgegeben", sagte Araghtschi am Freitagabend im iranischen Staatsfernsehen.

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Die Unterzeichnung des Abkommens werde "zunächst digital" erfolgen, kündigte Araghtschi an. "Jede Seite wird remote unterschreiben. Danach wird bekanntgegeben, dass diese Vereinbarung von beiden Parteien unterzeichnet worden ist", führte der Außenminister aus. "Das könnte in den kommenden Tagen passieren." Er sei "sehr zuversichtlich".

Ein aktueller Entwurf für ein Abkommen zwischen Teheran und Washington sehe die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen vor, erklärte der iranische Chefdiplomat. "Die Seeblockade muss vollständig aufgehoben werden", sagte er. "Das ist der erste Punkt, der in dem Abkommen erwähnt wird."

Zudem behandelt der Entwurf Araghtschi zufolge die strategisch wichtige Straße von Hormus. "Der Iran hat die feste Entscheidung getroffen, dass die Verwaltung der Straße von Hormus nicht mehr so sein wird wie zuvor", sagte er. Diesbezüglich würden weiterhin Gespräche mit Oman geführt.

Hinsichtlich der Frage des iranischen Atomprogramms erklärte Araghtschi, Einzelheiten würden innerhalb einer Frist von 60 Tagen nach Unterzeichnung der Vereinbarung erörtert werden. "Unsere Position war stets, dass der einzige Weg, mit dem Vorrat an angereichertem Material umzugehen, darin besteht, ihn innerhalb des Iran zu verdünnen", sagte er mit Blick auf angereichertes Uran im Iran.

Der iranische Außenminister warnte außerdem vor Versuchen Israels, ein mögliches Abkommen zwischen Teheran und Washington zu sabotieren. Die israelische Regierung suche nach Vorwänden, um das Abkommen zu "torpedieren".

In den vergangenen Tagen hatte es trotz einer seit Anfang April geltenden Waffenruhe mehrfach gegenseitige Angriffe gegeben. Das US-Militär griff Ziele im Iran an, Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte in Bahrain, Jordanien und Kuwait. In der Nacht zum Freitag blieb es ruhig.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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