Deutsche Tageszeitung - Trump: Anführer von venezolanischer Drogenbande Tren de Aragua bei US-Angriff getötet

Trump: Anführer von venezolanischer Drogenbande Tren de Aragua bei US-Angriff getötet


Trump: Anführer von venezolanischer Drogenbande Tren de Aragua bei US-Angriff getötet
Trump: Anführer von venezolanischer Drogenbande Tren de Aragua bei US-Angriff getötet / Foto: © US President Donald Trump's TRUTH Social account/AFP

Der Anführer der venezolanischen Drogenbande Tren de Aragua ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bei einem US-Angriff getötet worden. Das für Lateinamerika zuständige US-Südkommando habe "einen schnellen und tödlichen kinetischen Schlag" ausgeführt, "um Niño Guerrero, den berüchtigten Anführer von Tren De Aragua, einer der blutrünstigsten Terrororganisationen auf diesem Planeten, erfolgreich zu exekutieren", schrieb Trump am Freitagabend in seinem Onlinedienst Truth Social.

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Der Angriff sei in enger Abstimmung "mit unseren Freunden in Venezuela" erfolgt, "mit denen wir sehr gut zusammenarbeiten", fügte Trump offenbar mit Blick auf die Übergangsregierung in Caracas hinzu. Trump verbreitete auch ein Video, das ein Gebäude mit einem grünen Dach und dann eine Explosion zeigt. Angaben zum genauen Ort des Angriffs machte er nicht.

Venezuela bestätigte kurz darauf die Tötung Guerreros. Das Kommunikationsministerium erklärte, bei einem " Einsatz" mit den Vereinigten Staaten seien "Strukturen der organisierten Kriminalität" im Süden des Landes zerschlagen worden. "Es kam zu Gefechten mit Mitgliedern dieser kriminellen Strukturen, bei denen Héctor Rusthenford Guerrero Flores alias Niño Guerrero neutralisiert wurde", hieß es in der Erklärung.

Die Bande Tren de Aragua hatte sich in einem Gefängnis in Venezuela gegründet, sie ist aber auch in Kolumbien, Peru und Chile aktiv. Die USA haben Tren de Aragua als "ausländische Terrororganisation" eingestuft.

Gegen ihren Anführer Héctor Rusthenford Guerrero Flores alias Niño Guerrero hatte die New Yorker Staatsanwaltschaft im Dezember Anklage wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie Drogen- und Waffenvergehen erhoben. Er sei maßgeblich daran beteiligt gewesen, aus "einer venezolanischen Gefängnisbande eine transnationale Terrororganisation" zu machen, erklärte der Staatsanwalt Jay Clayton. Unter seiner Führung habe Tren de Aragua "unzählige Gewalttaten, Erpressungen und Drogengeschäfte in ganz Nordamerika, Südamerika und Europa begangen". Die USA setzten eine Belohnung von fünf Millionen Dollar (4,3 Millionen Euro) für seine Ergreifung aus.

Im Januar war Venezuelas linksnationalistischer Präsident Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz in der Hauptstadt Caracas gefangen genommen und in die USA gebracht worden. Er sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll. Seine ehemalige Stellvertreterin Delcy Rodríguez wurde zur Übergangspräsidentin ernannt. Trump hatte nach Maduros Sturz gesagt, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA.

(M.Travkina--DTZ)

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