Deutsche Tageszeitung - Stichwahl um das Präsidentenamt in Kolumbien begonnen

Stichwahl um das Präsidentenamt in Kolumbien begonnen


Stichwahl um das Präsidentenamt in Kolumbien begonnen
Stichwahl um das Präsidentenamt in Kolumbien begonnen / Foto: © AFP

In Kolumbien hat am Sonntag die Stichwahl um das Präsidentenamt begonnen. Rund 41 Millionen Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich zwischen dem rechtsgerichteten Anwalt Abelardo de la Espriella und dem linksgerichteten Senator Iván Cepeda zu entscheiden. De la Espriella hatte in der ersten Runde vor drei Wochen überraschend die meisten Stimmen geholt, er kam auf 44 Prozent. Cepeda, der als Favorit ins Rennen gezogen war, landete bei 41 Prozent.

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Gewählt wird der Nachfolger von Gustavo Petro, dem ersten linksgerichteten Staatschef in der Geschichte des südamerikanischen Landes. Überschattet wird die Wahl von der schlimmsten Gewaltwelle in Kolumbien seit einem Jahrzehnt. Zehn Jahre nach dem historischen Friedensschluss zwischen der Regierung und der vormals mächtigen Guerillaorganisation Farc sind in Kolumbien weiterhin viele bewaffnete Gruppen aktiv.

Petro, selbst ein früherer Guerillero, hatte sich in seiner vierjährigen Amtszeit um eine weitere Befriedung des Landes bemüht. Doch trotz Verhandlungen mit Guerillaorganisationen und rechten paramilitärischen Gruppen verschlechterte sich die Sicherheitslage deutlich.

Dies belastete die Kampagne seines Parteikollegen Cepeda - das Thema der inneren Sicherheit war im Wahlkampf dominant. Sein Rivale De la Espriella hat angekündigt, Krieg gegen in das Drogengeschäft verwickelte Guerillagruppen zu führen.

Petro hatte das Präsidentenamt im August 2022 angetreten. Er durfte nicht erneut kandidieren, da die kolumbianische Verfassung zwei direkt aufeinanderfolgende Amtszeiten nicht erlaubt. Während Petros vierjähriger Amtszeit sank die Arbeitslosigkeit, und der Mindestlohn stieg um 75 Prozent.

(N.Loginovsky--DTZ)

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