Deutsche Tageszeitung - Pistorius: Wird auch verpflichtende Versetzungen zur Litauen-Brigade geben

Pistorius: Wird auch verpflichtende Versetzungen zur Litauen-Brigade geben


Pistorius: Wird auch verpflichtende Versetzungen zur Litauen-Brigade geben
Pistorius: Wird auch verpflichtende Versetzungen zur Litauen-Brigade geben / Foto: © AFP

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) rechnet mit verpflichtenden Versetzungen von Soldatinnen und Soldaten zur deutschen Brigade in Litauen. Die Bundeswehr setze weiterhin auf Freiwilligkeit, sagte Pistorius am Montag bei einem Besuch der Panzerbrigade 45 in Litauen. Er fügte aber an, es könne "passieren" und er sei sicher, "dass es geschehen wird", dass "manche nicht deshalb hingehen, weil sie es wollten", sagte Pistorius auf Englisch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem litauischen Amtskollegen Robertas Kaunas.

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Pistorius sagte zur Anzahl möglicher Verpflichtungen deutscher Soldaten weiter, er wisse "nicht, in welchem Umfang" diese geschehen würden. Versetzungen seien in der Bundeswehr jedoch "nicht unüblich". Pistorius fügte an: "Einsatzbereitschaft hat oberste Priorität."

Zu einer konkreten Anzahl betroffener Soldaten konnte sich der Minister noch nicht äußern. "Ich kann bis jetzt keine konkrete Zahl nennen, wie viel Personal nicht freiwillig hier sein wird", sagte Pistorius und fügte an: "Wir arbeiten weiter auf freiwilliger Basis, und wir werden sehen, was in den kommenden Wochen passiert." Derzeit befänden sich rund 90 Prozent der aktuell vorgesehenen Kräfte in Litauen, sagte Pistorius. Diese seien allesamt freiwillig dort.

Der ebenfalls nach Litauen gereiste Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, stützte Pistorius' Aussagen. "Eine Armee funktioniert nicht nur über Freiwilligkeit", sagte er. Deutschland habe seinem Partner versprochen, Ende 2027 vor Ort zu sein. "Und wir werden liefern", fügte Freuding an.

Die Litauen-Brigade wird offiziell Panzerbrigade 45 genannt. Sie war im April 2025 offiziell in Dienst gestellt worden, bis Ende 2027 soll sie die volle Truppenstärke von 4800 Soldaten und 200 zivilen Angestellten erreicht haben und somit einsatzbereit sein. Zentrale Standorte sind das unweit der Grenze zu Belarus und südwestlich der Hauptstadt Vilnius gelegene Rudninkai sowie Rukla nahe der zweitgrößten litauischen Stadt Kaunas.

(U.Kabuchyn--DTZ)

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