Deutsche Tageszeitung - Verdächtiger mit mutmaßlichen Verbindungen zum IS bei Razzia nahe Ankara erschossen

Verdächtiger mit mutmaßlichen Verbindungen zum IS bei Razzia nahe Ankara erschossen


Verdächtiger mit mutmaßlichen Verbindungen zum IS bei Razzia nahe Ankara erschossen
Verdächtiger mit mutmaßlichen Verbindungen zum IS bei Razzia nahe Ankara erschossen / Foto: © AFP

Zwei Wochen vor dem Nato-Gipfel in Ankara hat die Polizei in der Nähe der türkischen Hauptstadt einen Mann erschossen, dem Verbindungen zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) vorgeworfen wurden. Der Vorfall ereignete sich während einer Razzia in Sazagasi etwa 100 Kilometer von Ankara entfernt am Dienstagmorgen, wie türkische Medien am Mittwoch unter Berufung auf Sicherheitskreise berichteten.

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Die Einsatzkräfte stürmten demnach eine Adresse, wo der Verdächtige sich mit seiner Frau aufhielt. Die Nachrichtenagentur IHA berichtete, das Paar habe zuerst geschossen, woraufhin es zu einem Schusswechsel gekommen sei.

Der Dorfvorsteher Nuri Demir sagte der Nachrichtenagentur AFP am Telefon: "Die Polizei hat hier einen Einsatz ausgeführt, aber ich weiß nicht, mit wem die Verdächtigen in Verbindung stehen sollen". Er habe gesehen, "wie Rettungswagen Verletzte wegbrachten, aber mehr weiß ich nicht."

Zunächst reagierten weder die Regionalregierung noch die Staatsanwaltschaft auf AFP-Anfragen nach einer Stellungnahme.

Die Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag Haftbefehle für 241 Menschen bestätigt. Am frühen Dienstagmorgen waren in Ankara und Umgebung 209 Menschen festgenommen worden. Von den per Haftbefehl Gesuchten wurden 56 als mutmaßliche IS-Verdächtige und 185 als Mitglieder linksradikaler Gruppen identifiziert, die Ankara als terroristische Vereinigungen eingestuft.

Zum vom 7. bis 8. Juli in Ankara stattfindenden Nato-Gipfel werden Staats- und Regierungschefs aus 32 Ländern erwartet, darunter US-Präsident Donald Trump.

(V.Varonivska--DTZ)

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