Deutsche Tageszeitung - Hisbollah sieht in US-Vereinbarung mit dem Iran Niederlage für die USA und Israel

Hisbollah sieht in US-Vereinbarung mit dem Iran Niederlage für die USA und Israel


Hisbollah sieht in US-Vereinbarung mit dem Iran Niederlage für die USA und Israel
Hisbollah sieht in US-Vereinbarung mit dem Iran Niederlage für die USA und Israel / Foto: © AFP/Archiv

Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz sieht in der zwischen Teheran und Washington geschlossenen Rahmenvereinbarung eine Niederlage für die USA und Israel. Die beiden Länder hätten versucht, "unsere Existenz zu vernichten", sagte Hisbollah-Chef Naim Kassem am Freitag in einer Fernsehansprache zum Aschura-Fest. "Wir konnten diese Aggression stoppen und einen großen Sieg erringen", fügte er hinzu.

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"Wir haben die israelisch-amerikanischen Pläne zerschlagen und sind in eine neue Phase eingetreten", führte Kassem weiter aus. Die vergangene Woche geschlossene Vereinbarung sei "eine offizielle Erklärung der Niederlage Amerikas und Israels". Die USA und der Iran hatten sich in einem Rahmenabkommen Mitte Juni auf die Beendigung der Kämpfe im Iran-Krieg geeinigt, was auch für den Libanon gelten sollte. Dennoch wurden dort die Gefechte zwischen Israel und der vom Iran finanzierten Hisbollah fortgesetzt.

Aufgrund des Abkommens bleibe der israelischen Armee aber "keine andere Wahl", als sich bedingungslos aus dem Libanon zurückzuziehen, sagte Kassem. Verhandlungen mit Israel, wie sie die libanesische Regierung derzeit in Washington führt, lehnte Kassem erneut ab. Die Hisbollah werde "keine Normalisierung, keine Aufhebung des Kriegszustands, keine Vorteile für Israel und keine Teilpräsenz auf libanesischem Boden" akzeptieren.

Ein israelischer Regierungssprecher hatte am Donnerstag gesagt, solange die Hisbollah eine Bedrohung sei und nicht entwaffnet werde, würden die israelischen Streitkräfte im Süden des Libanon präsent bleiben.

Die USA und Israel hatten den Iran-Krieg am 28. Februar begonnen und gleich zu Beginn den obersten iranischen Führer Ali Chamenei getötet, woraufhin die Hisbollah Ziele im Norden Israels attackierte. Die israelische Armee reagierte mit Luftangriffen auf Hisbollah-Stellungen und rückte mit Bodentruppen im Süden des Libanon vor.

Eines der erklärten Ziele des Feldzugs gegen Teheran war es, das iranische Atomwaffenprogramm für immer unschädlich zu machen. Das von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Rahmenabkommen wird unter anderem auch von Vertretern seiner Republikanischen Partei als zu vorteilhaft für Teheran kritisiert.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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