Deutsche Tageszeitung - Trumps Ex-Berater und Kritiker Bolton bekennt sich in Dokumentenaffäre schuldig

Trumps Ex-Berater und Kritiker Bolton bekennt sich in Dokumentenaffäre schuldig


Trumps Ex-Berater und Kritiker Bolton bekennt sich in Dokumentenaffäre schuldig
Trumps Ex-Berater und Kritiker Bolton bekennt sich in Dokumentenaffäre schuldig / Foto: © Ritzau Scanpix/AFP/Archiv

Der frühere Sicherheitsberater und heutige Kritiker von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, hat sich in einer Dokumentenaffäre schuldig bekannt. Der 77-Jährige gestand am Freitag vor einem US-Bundesgericht im Bundesstaat Maryland den unrechtmäßigen Umgang mit vertraulichen Regierungsdokumenten ein, wie die "Washington Post" und andere Medien berichteten. Zugleich willigte er in die Zahlung einer hohen Geldbuße ein und entging so einer drohenden mehrjährigen Haftstrafe.

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Trump zieht seit seinem erneuten Amtsantritt vor gut 15 Monaten juristisch gegen eine Reihe von Widersachern zu Felde. Bolton ist der erste, der ein Schuldgeständnis ablegte. Das US-Justizministerium hatte Trumps früheren Nationalen Sicherheitsberater (2018 bis 2019) im Oktober in 18 Punkten angeklagt.

Bolton bekannte sich nun in einem der Anklagepunkte schuldig: dem Zurückhalten geheimer Regierungsinformationen. Auf die Frage des Bezirksrichters, ob er schuldig sei, sagte Bolton laut "Washington Post": "Das bin ich, Euer Ehren, und es tut mir leid."

Bolton willigte demnach zudem in die Zahlung von 2,25 Millionen Dollar (fast zwei Millionen Euro) ein. Die Anklage hatte bis zu fünf Jahre Haft für Bolton gefordert. Mit dem Schuldeingeständnis und der Geldbuße entgeht er nun dem Gefängnis.

Bolton war während Trumps erster Amtszeit ab April 2018 Nationaler Sicherheitsberater im Weißen Haus. Trump feuerte ihn nach weniger als anderthalb Jahren wegen starker Meinungsverschiedenheiten. Bolton vertrat damals unter anderem gegenüber dem Iran und Nordkorea eine deutlich härtere Linie als der US-Präsident.

Im Juni 2020 veröffentlichte Bolton dann ein Buch über seine 17 Monate als Nationaler Sicherheitsberater, in dem er Trump attackierte und ihm vorwarf, für das Präsidentenamt "untauglich" zu sein. Nach der Rückkehr des Immobilienmoguls ins Weiße Haus gab er wiederholt Interviews, in denen er Trumps Kurs scharf kritisierte, etwa seine Annäherung an Russland und den möglichen Rückzug der USA aus der Nato.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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