Deutsche Tageszeitung - US-Streitkräfte: "Mehrere Ziele" im Iran angegriffen

US-Streitkräfte: "Mehrere Ziele" im Iran angegriffen


US-Streitkräfte: "Mehrere Ziele" im Iran angegriffen
US-Streitkräfte: "Mehrere Ziele" im Iran angegriffen / Foto: © AFP

Die USA haben in der Nacht zum Sonntag erneut Ziele im Iran angegriffen. Wie das zuständige US-Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X mitteilte, richteten sich die Attacken gegen "mehrere Ziele" im Land, getroffen worden seien "iranische militärische Überwachungseinrichtungen, Kommunikationssysteme, Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Mittel zur Minenverlegung". Die Angriffe erfolgten demnach als Reaktion auf einen erneuten iranischen Drohnenangriff auf ein Frachtschiff nahe der Straße von Hormus.

Textgröße ändern:

Iranische Staatsmedien berichteten über mehrere Explosionen in den Regionen Sirik und Keschm im Süden des Landes. Es handle sich um eine "direkte Reaktion auf die anhaltenden iranischen Angriffe auf die Handelsschifffahrt", erklärte Centcom weiter. Demnach hatte zuvor der Iran nahe der Straße von Hormus einen unter der Flagge Panamas fahrenden Öltanker angegriffen, der mit mehr als zwei Millionen Barrel Rohöl beladen gewesen sei.

Centcom erklärte weiter, die Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus gehe ungeachtet der Angriffe weiter.

Bereits in der Nacht zum Samstag hatten der Iran und die USA einander erstmals seit der Einigung auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Konflikts attackiert.

Der Iran hatte die Straße von Hormus ab Anfang März weitgehend blockiert, kurz nach Beginn des US-israelischen Kriegs gegen das Land. In der vergangenen Woche vereinbarten Washington und Teheran dann das Rahmenabkommen, das unter anderem die Wiederöffnung der Meerenge vorsieht. Derzeit laufen Verhandlungen, die binnen 60 Tagen zum Abschluss einer endgültigen Vereinbarung führen sollen.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Koalitionsfraktionen wollen Tabaksteuer stärker erhöhen als geplant

Union und SPD im Bundestag wollen die Tabaksteuer zwischen 2027 und 2031 stärker erhöhen als von der Regierung geplant. Dies geht aus einem Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen Union und SPD hervor, der AFP am Donnerstag vorlag. Die erwarteten Steuermehreinnahmen sollen sich dadurch im kommenden Jahr gegenüber dem Regierungsentwurf verdoppeln und auch in den Folgejahren deutlich höher liegen.

Deutschland und fünf weitere EU-Länder: EU-Budgetentwurf muss deutlich schrumpfen

Deutschland und fünf weitere EU-Staaten aus der Gruppe der "Sparsamen" drängen auf Kürzungen um mehrere hundert Milliarden Euro am Entwurf für den nächsten EU-Haushalt. Der derzeit von der EU-Kommission anvisierte Ausgabenanstieg um bis zu 60 Prozent sei "schlicht unbezahlbar", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag in Berlin nach einem Treffen mit den Regierungschefs aus Dänemark, Finnland, den Niederlanden, Österreich und Schweden.

Früherer PKK-Kader in Hamburg angeklagt

Ein früherer PKK-Kader soll sich in Hamburg vor Gericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft klagte Yüksel K.wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung an, wie sie am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte. Der türkische Staatsbürger habe 2016 bis 2023 zur Führungsebene der Europaorganisation der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gehört.

Anschläge vom 11. September 2001: Prozess gegen Drahtzieher beginnt 2028

Mehr als 25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA kommt der mutmaßliche Drahtzieher vor Gericht. Der Prozess gegen Khalid Sheikh Mohammed soll am 5. Juni 2028 beginnen, wie das zuständige US-Militärgericht in Guantánamo auf Kuba am Donnerstag mitteilte.

Textgröße ändern: