Deutsche Tageszeitung - Mileis Kabinettschef tritt wegen Korruptionsvorwürfen zurück

Mileis Kabinettschef tritt wegen Korruptionsvorwürfen zurück


Mileis Kabinettschef tritt wegen Korruptionsvorwürfen zurück
Mileis Kabinettschef tritt wegen Korruptionsvorwürfen zurück / Foto: © AFP/Archiv

In Argentinien ist Kabinettschef Manuel Adorni wegen Korruptionsvorwürfen zurückgetreten. Der enge Vertraute von Präsident Javier Milei veröffentlichte am Samstag im Onlinedienst X ein Rücktrittsschreiben an Milei, nachdem er zwei Wochen zuvor eingeräumt hatte, in seinen Vermögenserklärungen 500.000 Dollar verschwiegen zu haben.

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Adorni hatte seit Monaten wegen seines aufwendigen Lebensstils, teurer Familienreisen und Immobilienkäufen unter Druck gestanden. Die Ausgaben lagen nach Angaben aus Ermittlerkreisen deutlich über seinen offiziellen Einkünften. Justiz, Opposition und Verbündete der Regierung verlangten Aufklärung über die Herkunft des Geldes. Adorni wird illegale Bereicherung vorgeworfen.

"Die endlosen medialen Angriffe, die ich ertragen musste, haben mich dazu gebracht, Sie diesmal um Unterstützung zu bitten, damit ich diesen Abschnitt abschließen kann, um mich und meine Familie zu schützen", schrieb Adorni an Milei. Korruptionsvorwürfe weist der 46-Jährige zurück.

Adorni hatte vor zwei Wochen in einem Interview eingeräumt, die 500.000 Dollar nicht angegeben zu haben. Er sprach von einem Fehler und sagte zu, ausstehende Steuerschulden restlos zu begleichen.

Die Summe führte er auf Kryptowährungsanlagen zwischen 2014 und 2018 zurück. In einem früheren Interview hatte er gesagt, er und seine Frau hätten in den Jahren chronisch hoher Inflation in Argentinien wie viele Menschen im Land Geld "unter dem Tisch" gespart.

Adorni gehörte zu den wichtigsten Figuren im Machtzirkel Mileis. Als Kabinettschef war er einer der zentralen Koordinatoren der Politik des Präsidenten. Zuvor war er dessen Sprecher gewesen, von dieser Aufgabe hatte er sich bereits in der vergangenen Woche zurückgezogen.

Mileis Schwester Karina Milei, Generalsekretärin des Präsidialamts und ebenfalls eine der engsten Vertrauten des Präsidenten, dankte Adorni nach dessen Rücktritt für seine Arbeit. Man kenne den "schwierigen und unverdienten" Moment, den er und seine Familie seit Monaten durchlebten, schrieb sie auf X.

(I.Beryonev--DTZ)

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