Deutsche Tageszeitung - Estlands Regierungschef: Ukraine wird sich gegen Russland behaupten

Estlands Regierungschef: Ukraine wird sich gegen Russland behaupten


Estlands Regierungschef: Ukraine wird sich gegen Russland behaupten
Estlands Regierungschef: Ukraine wird sich gegen Russland behaupten / Foto: © AFP/Archiv

Estlands Regierungschef Kristen Michal ist trotz der jüngsten russischen Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew zuversichtlich, dass sich die Ukraine gegen Russland behaupten wird. "Wir kommen jeden Tag dem Punkt näher, wo sie gezwungen sein werden, mit der Ukraine zu reden und die Ukraine einen dauerhaften Frieden zu ihren Bedingungen bekommt", sagte Michal am Freitag dem Fernsehsender phoenix mit Blick auf Russland.

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Die Sanktionen, das Vorgehen gegen die russische Schattenflotte und das Einfrieren russischer Vermögen zeigten Wirkung, sagte der estnische Regierungschef. Hinzu kämen ukrainische Angriffe, die erhebliche Folgen hätten: "Häfen werden angegriffen, große Städte brennen." Der russische Präsident Wladimir Putin müsse einsehen, dass dieser Krieg für ihn nicht zu gewinnen sei, solange die Nato-Staaten einig hinter der Ukraine stünden.

Russland sei zwar nach wie vor eine Bedrohung für die Nato-Staaten, doch allmählich wende sich das Blatt, sagte Michal. "Unsere Verteidigungsfähigkeit nimmt zu und Putin wird nicht länger das Zeitfenster haben, um die Nato anzugreifen."

Notwendig sei es, dass die Nato-Staaten die vereinbarte Erhöhung der nationalen Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts auch ernst nähmen. "Jeder sollte mehr tun", sagte er. Estland übertreffe diesen Wert bereits. "Wir erwarten, dass auch alle Bündnispartner das tun", sagte er.

Am Dienstag beginnt der Nato-Gipfel im türkischen Ankara. Am Freitagmittag empfängt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Michal sowie Lettlands Regierungschef Andris Kulbergs und Litauens Präsidenten Gitanas Nauseda im Bundeskanzleramt. Die Gespräche werden sich nach Angaben der Bundesregierung um sicherheits- und verteidigungspolitische Themen sowie die weitere Unterstützung der Ukraine drehen.

(O.Zhukova--DTZ)

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