Deutsche Tageszeitung - Papst macht in Lampedusa auf Schicksal von Migranten aufmerksam

Papst macht in Lampedusa auf Schicksal von Migranten aufmerksam


Papst macht in Lampedusa auf Schicksal von Migranten aufmerksam
Papst macht in Lampedusa auf Schicksal von Migranten aufmerksam / Foto: © AFP

Papst Leo XIV. hat am Samstag die italienische Insel Lampedusa besucht, um auf das Schicksal von Migranten aufmerksam zu machen. Als erste Station seiner halbtägigen Reise suchte er einen Friedhof auf, wo er an den Gräbern nicht identifizierter Migranten einen Kranz niederlegte und im Gebet verharrte. Der Papst besuchte dann das "Tor nach Europa" genannte Denkmal für Geflüchtete und sprach kurz mit einer Migranten-Familie. Später wollte der Pontifex noch eine Messe abhalten.

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Auf der kleinen, südlich von Sizilien gelegenen Insel Lampedusa kommen viele Migranten an, die aus Nordafrika nach Europa gelangen wollen.

Der Weg über das zentrale Mittelmeer ist nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) die gefährlichste Migrationsroute der Welt. Nach IOM-Angaben kamen auf dieser Route im vergangenen Jahr rund 1330 Menschen ums Leben oder galten als vermisst. Laut der Organisation Save the Children kamen auf der Überfahrt über das gesamte Mittelmeer seit 2014 mehr als 33.000 Menschen ums Leben oder galten als vermisst.

Der aus den USA stammende Pontifex hatte sich in der Vergangenheit wiederholt für einen respektvollen Umgang mit Migranten ausgesprochen. Beim Besuch eines Aufnahmezentrums für Flüchtlinge auf der spanischen Insel Teneriffa sagte er Mitte Juni: "In gewisser Weise sind wir alle Migranten."

(W.Uljanov--DTZ)

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