Deutsche Tageszeitung - Trump bei Treffen mit Erdogan: "Sehr enttäuscht" von Nato-Partnern

Trump bei Treffen mit Erdogan: "Sehr enttäuscht" von Nato-Partnern


Trump bei Treffen mit Erdogan: "Sehr enttäuscht" von Nato-Partnern
Trump bei Treffen mit Erdogan: "Sehr enttäuscht" von Nato-Partnern / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Treffen mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan vor dem Nato-Gipfel seine Enttäuschung über das Verhalten der Verbündeten während des Iran-Kriegs bekräftigt. "Ich war sehr enttäuscht von der Nato", sagte Trump am Dienstag vor Journalisten in Ankara.

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"Italien hat uns abgewiesen, Deutschland hat uns abgewiesen, Frankreich hat uns abgewiesen, und das ist in Ordnung", sagte Trump. Dann fügte er hinzu: "Aber wissen Sie, warum geben wir Hunderte von Milliarden Dollar aus, und sie sind nicht für uns da? Wir waren immer für sie da."

"Wir brauchten überhaupt keine Hilfe, und in gewisser Weise habe ich die Leute auf die Probe gestellt", sagte Trump weiter. "Ich wollte sehen, ob sie für uns da sein würden, denn ich habe schon lange gesagt, dass wir ihnen geholfen haben, bin mir aber nicht sicher, ob sie auch für uns da sein würden."

Eines der Hauptthemen des zweitägigen Nato-Gipfels in der Türkei ist der Ukraine-Krieg. Trump äußerte bei seinem Treffen mit Erdogan die Ansicht, dass sowohl der russische Präsident Wladimir Putin als auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj eine Friedenslösung anstrebten. "Ich denke, sie beide wollen eine Abmachung treffen", sagte Trump und fügte an: "Schade, dass es so lange gedauert hat, aber ich denke, es wird etwas dabei herauskommen."

Zu einem möglichen Verkauf von F-35-Kampfjets an die Türkei sagte Trump, dies würden Erdogan und er "sicherlich besprechen". Vor Trumps Reise nach Ankara hatte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu Trump vor einem Verkauf der Jets oder von deren Triebwerken an die Türkei gewarnt. Dies werde "das Kräftegleichgewicht im Nahen Osten stören", sagte Netanjahu in einem Interview mit dem US-Sender Fox News.

(V.Sørensen--DTZ)

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