Deutsche Tageszeitung - Wadephul zeigt Verständnis für neue US-Angriffe auf den Iran

Wadephul zeigt Verständnis für neue US-Angriffe auf den Iran


Wadephul zeigt Verständnis für neue US-Angriffe auf den Iran
Wadephul zeigt Verständnis für neue US-Angriffe auf den Iran / Foto: © AFP/Archiv

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat für die jüngsten US-Angriffe auf Ziele im Iran Verständnis gezeigt. "Der Iran muss jetzt wirklich verstehen, dass ernsthaft zu verhandeln ist und weitere Militärschläge angebracht sind", sagte er NDR Info. Teheran habe nicht verstanden, "dass es darauf verzichten muss, eine nukleare Bewaffnung zu haben und dass es jetzt eine Chance hat, diesen Krieg dadurch zu beenden, dass es sich dazu bekennt und dass es vernünftig verhandelt und nicht weiter schießt."

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Die Waffenruhe als Grundlage für weitere Gespräche zwischen den USA und dem Iran sah Wadephul durch die neue Eskalation nicht zerstört. "Ich glaube, es gibt eine Chance, dass wirklich diese Verhandlungen noch stattfinden", sagte er. "Das ist vielleicht ein Kräftemessen vor Beginn der eigentlichen Verhandlungen und das ist natürlich beklagenswert, weil wir endlich Ruhe brauchen in der Straße von Hormus." Diese müsse "frei" und "zugänglich" sein für den internationalen Schiffsverkehr, betonte der Bundesaußenminister. "Das verhindert der Iran überwiegend." Das sei ein Verstoß gegen das Völkerrecht.

Die USA hatten in der Nacht zum Mittwoch nach eigenen Angaben mehr als 80 Ziele im Iran attackiert. Die US-Armee begründete die neue Angriffswelle mit einem vorangegangenen Beschuss von drei Tankern im Bereich der Straße von Hormus, für den Washington die Führung in Teheran verantwortlich macht.

Der Iran griff nach eigenen Angaben als Vergeltungsmaßnahme US-Stützpunkte in anderen Staaten der Region an. In Kuwait und Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst.

Seit Anfang April gilt in dem US-israelischen Krieg gegen den Iran eine brüchige Waffenruhe. Mitte Juni einigten sich der Iran und die USA auf ein Rahmenabkommen, das weitere Verhandlungen zu einer dauerhaften Beendigung des Krieges vorsieht. Die immer wieder aufflammenden Gefechte führten bisher nicht zum Abbruch der Verhandlungen.

(L.Møller--DTZ)

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