Deutsche Tageszeitung - Polizist soll nach Kontrolle Prostituierte vergewaltigt haben - Anklage in Mannheim

Polizist soll nach Kontrolle Prostituierte vergewaltigt haben - Anklage in Mannheim


Polizist soll nach Kontrolle Prostituierte vergewaltigt haben - Anklage in Mannheim
Polizist soll nach Kontrolle Prostituierte vergewaltigt haben - Anklage in Mannheim / Foto: © AFP/Archiv

Weil er nach einer Kontrolle zwei Prostituierte vergewaltigt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Mannheim Anklage gegen einen Polizisten erhoben. Der Beamte soll Anfang Juni Hinweisen auf illegale Prostitution in einem Hotel nachgegangen sein, wie die Behörde zusammen mit dem Polizeipräsidium Mannheim am Mittwoch mitteilte. Dabei habe er zwei Frauen kontrolliert, die unter einem Vorwand nach Deutschland gelockt und zur Prostitution gezwungen worden seien. Dies habe der Beamte nicht gewusst.

Textgröße ändern:

Den Frauen gegenüber soll der Polizist angekündigt haben, dass sie eine Strafe bezahlen müssten. Als die Frauen ihm sagten, dass sie diese nicht zahlen könnten, soll er geäußert haben, dass dies auch anders gelöst werden könne.

Noch am selben Abend soll er die Frauen außerhalb seiner Dienstzeit erneut aufgesucht und sie zum Sex aufgefordert haben. Zudem soll er ihnen mit Geldstrafe oder Verhaftung gedroht haben, wenn sie seiner Forderung nicht nachkommen.

Aus Angst sollen die Frauen auf die Forderung eingegangen sein. Später sollen sie sich einem anderen Polizisten gegenüber offenbart haben. Dadurch kam es zu den Ermittlungen.

Der Beamte wurde suspendiert. Gegen ihn läuft ein Disziplinarverfahren. Über die Zulassung der Anklage muss das Amtsgericht Mannheim entscheiden.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Polizeibeauftragter: Mehr digitale Befugnisse für Ermittler "unerlässlich"

Der Polizeibeauftragte des Bundes, Uli Grötsch (SPD), hält eine Ausweitung der digitalen Befugnisse für die deutschen Polizeibehörden für "unerlässlich". In vielen Bereichen der Kriminalität seien "moderne Kommunikationsmittel ein Tatmittel", sagte Grötsch am Mittwoch in Berlin. Angesichts der dadurch anfallenden großen Datenmengen sei er "der festen Überzeugung, dass auch Polizeibehörden digitale Ermittlungsbefugnisse brauchen".

Trump äußert sich auf Gipfel "sehr verärgert über die Nato"

US-Präsident Donald Trump hat sich auf dem Nato-Gipfel im türkischen Ankara erbost über das Verteidigungsbündnis geäußert. "Ich bin sehr verärgert über die Nato", sagte er am Mittwoch vor Journalisten bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. "Ich bin nicht glücklich mit der Nato wegen dem, was sie mit Grönland gemacht haben", sagte Trump. Zudem habe die Allianz Washington im Iran-Krieg nicht geholfen.

Trump auf Nato-Gipfel: Iran-Feuerpause "ist vorbei"

Nach den nächtlichen Angriffen der US-Streitkräfte auf Ziele im Iran hat US-Präsident Donald Trump die Feuerpause mit der Islamischen Republik für beendet erklärt. "Was mich betrifft, ist sie vorbei", sagte Trump am Mittwoch auf dem Nato-Gipfel in Ankara auf die Frage eines Journalisten. Trump bezeichnete die iranische Führung als "Lügner" und "krank".

Ukraine meldet mindestens sieben Tote bei neuen russischen Angriffen

Bei neuen russischen Angriffen auf die Ukraine sind örtlichen Angaben zufolge in der Nacht zum Mittwoch mindestens sieben Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Bei einem Angriff mit Fliegerbomben auf die Stadt Mykolajiw seien eine Mutter und ihre Tochter gestorben, erklärte Regionalgouverneur Vitali Kim. Ihm zufolge wurden zwei weitere Menschen bei dem Angriff verletzt.

Textgröße ändern: