Deutsche Tageszeitung - Nato-Staaten bekennen sich auf Gipfel "unerschütterlich" zu Artikel 5

Nato-Staaten bekennen sich auf Gipfel "unerschütterlich" zu Artikel 5


Nato-Staaten bekennen sich auf Gipfel "unerschütterlich" zu Artikel 5
Nato-Staaten bekennen sich auf Gipfel "unerschütterlich" zu Artikel 5 / Foto: © AFP

Ungeachtet der scharfen Kritik von US-Präsident Donald Trump an der Allianz haben die Nato-Staaten bei ihrem Gipfeltreffen in Ankara ihre Bündnistreue und gegenseitige Beistandspflicht bekräftigt. Die Staats- und Regierungschefs betonten in der Abschlusserklärung am Mittwoch ihr "unerschütterliches Bekenntnis" zur "gemeinsamen Verteidigung gemäß Artikel 5" des Nordatlantikvertrags. "Ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle", erklärten die Nato-Partner darin.

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Vor der Sitzung des Nordatlantikrats hatte sich Trump im Beisein von Nato-Generalsekretär Mark Rutte "sehr verärgert" über die Verbündeten geäußert. Dass Grönland nicht unter US-Kontrolle sei, sei ein "großes Problem für uns", sagte der US-Präsident. Spanien drohte er damit, die Handelsbeziehungen abzubrechen.

Nach der Sitzung zeigte der US-Präsident sich versöhnlich. "Es war ein großartiges Treffen, in diesem Raum war viel Liebe, viel Eintracht", sagte er bei einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor Journalisten.

In der Abschlusserklärung der 32 Staats- und Regierungschefs wird Russland als "langfristige Bedrohung" bezeichnet. Zudem ist von einer "modernisierten" Nato die Rede. Die europäischen Verbündeten und Kanada "übernehmen, in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten, mehr Verantwortung für die Verteidigung des Bündnisses", heißt es darin weiter.

Die USA fordern seit langem eine Lastenverschiebung ("burden shifting") innerhalb des Bündnisses. Hintergrund ist ein stärkerer Fokus Washingtons auf andere Weltregionen wie den Indo-Pazifik.

(M.Travkina--DTZ)

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