Deutsche Tageszeitung - Erdogan verteilt bei Nato-Gipfel Revolver als Gastgebergeschenk

Erdogan verteilt bei Nato-Gipfel Revolver als Gastgebergeschenk


Erdogan verteilt bei Nato-Gipfel Revolver als Gastgebergeschenk
Erdogan verteilt bei Nato-Gipfel Revolver als Gastgebergeschenk / Foto: © POOL/AFP

Gastgebergeschenk der besonderen Art: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat beim Nato-Gipfel in Ankara allen teilnehmenden Staats- und Regierungschefs einen Revolver überreicht. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) übergab die Waffe für den Transport nach Berlin ordnungsgemäß der deutschen Botschaft in Ankara, wie eine Regierungssprecherin der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag mitteilte. Dem britischen Premierminister Keir Starmer zufolge sind die Revolver mit dem Namen des jeweiligen Gipfel-Teilnehmers versehen. Auch eine Schachtel Munition sei beigelegt gewesen.

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Nach Angaben der Sprecherin der Bundesregierung soll der an Merz übergebene Revolver in Berlin in die Sammlung von Staatsgeschenken aufgenommen werden.

Starmer erklärte wiederum nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur Press Association, dass er die Pistole in der Türkei zurückgelassen habe, da die Einfuhr nach Großbritannien illegal wäre. Dies gelte ungeachtet eines dem Gastgebergeschenk beigefügten Schreibens von Erdogan, mit dem die Ausfuhrbeschränkungen für die Waffen aus der Türkei aufgehoben wurden.

Belgiens Premierminister Bart De Wever machte belgischen Medien zufolge eine andere Erfahrung mit dem Geschenk. Einem Bericht der Nachrichtenseite 7sur7 zufolge öffnete De Wever das Geschenk erst nach seiner Rückkehr nach Belgien – und war sehr überrascht, darin einen personalisierten, funktionstüchtigen Revolver samt Munition zu finden. Ein auf der Website veröffentlichtes Foto zeigt einen silbernen Revolver mit braunem Griff in einer mit schwarzem Stoff ausgelegten Holzkiste.

Am Dienstag und Mittwoch hatten sich die Staats- und Regierungschefs der Nato-Länder zu einem Gipfel-Treffen in der türkischen Hauptstadt Ankara versammelt. Bei der Zusammenkunft ging es unter anderem um eine Lastenverschiebung. Die USA fordern von den anderen Verbündeten schon seit langem, mehr Verantwortung für ihre eigene Verteidigung zu übernehmen.

(V.Sørensen--DTZ)

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