Deutsche Tageszeitung - Florida: Flughafen in Palm Beach nach Trump benannt

Florida: Flughafen in Palm Beach nach Trump benannt


Florida: Flughafen in Palm Beach nach Trump benannt
Florida: Flughafen in Palm Beach nach Trump benannt / Foto: © AFP/Archiv

Wer nach Palm Beach im US-Bundesstaat Florida fliegt, landet künftig auf dem "President Donald J. Trump International Airport". Der Flughafen wenige Kilometer von Trumps Anwesen und Golfclub Mar-a-Lago wurde am Donnerstag offiziell nach dem Präsidenten benannt. Als erster Flieger kam um 5.01 Uhr früh die sogenannte Trump Force One mit Präsidentensohn Eric Trump an Bord an.

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"Ich glaube nicht, dass es jemanden gibt, der stärker mit Palm Beach verbunden ist als Donald Trump - vielleicht mit ganz Florida", sagte der Präsidentensohn nach der Landung mit dem Familienflieger im Morgengrauen. Er verwies darauf, dass die vom Flughafen wegführende Schnellstraße Richtung Mar-a-Lago bereits jetzt "President Donald J. Trump Boulevard" heißt. Die Menschen würden damit "für alle Ewigkeit" an seinen Vater erinnert, sagte Eric Trump dem Sender Fox News.

Nicht alle Reisenden reagierten begeistert. "Palm Beach ist eine bessere Marke, die Leute mögen Donald Trump nicht wirklich", sagte der Arzt John Manov. Der Pilot Chris Bailey sagte dagegen, Trump habe "sicherlich genug getan, um einem Flughafen seinen Namen zu geben".

Der Airport soll vorerst sein altes Kürzel "PBI" behalten - für "Palm Beach International". Auch in Online-Kartendiensten wie Google Maps war die Umbenennung des Flughafens zunächst nicht ersichtlich. Der republikanische Gouverneur von Florida, Ron Desantis, hatte den Schritt im März gesetzlich geregelt.

Am Donnerstag sollte zudem eine Brücke im Bundesstaat Tennessee nach Trump benannt werden. Kritiker sprechen von einem beispiellosen Personenkult um den Präsidenten, wie er vor allem aus autoritären Systemen wie in China oder Nordkorea bekannt ist.

Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus Anfang des vergangenen Jahres hat Trump zahlreichen Gebäuden seinen Stempel aufgedrückt. Das Friedensinstitut in Washington wurde nach ihm benannt, an zahlreichen Ministerien hängen zudem riesige Banner mit seinem Konterfei.

Vorübergehend wurde Trumps Name auch dem renommierten Kulturzentrum Kennedy Center zugefügt. Ein US-Berufungsgericht lehnte erst am Mittwoch einen Einspruch des Präsidenten gegen die von einem Bezirksrichter angeordnete Entfernung seines Namens ab. Gebäude und Infrastrukturprojekte werden normalerweise erst nach dem Tod oder Ausscheiden eines US-Präsidenten nach ihm benannt.

(V.Sørensen--DTZ)

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