Deutsche Tageszeitung - Russland weist Verantwortung für Drohnenvorfall an Leipziger Flughafen zurück

Russland weist Verantwortung für Drohnenvorfall an Leipziger Flughafen zurück


Russland weist Verantwortung für Drohnenvorfall an Leipziger Flughafen zurück
Russland weist Verantwortung für Drohnenvorfall an Leipziger Flughafen zurück / Foto: © AFP/Archiv

Russland hat jegliche Verantwortung für den Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen in scharfem Ton zurückgewiesen. Die russische Botschaft in Berlin zeigte sich in einer am Freitag verbreiteten Erklärung "besorgt über eine neue Welle antirussischer Hysterie in Deutschland". Bei den Mutmaßungen über einen russischen Anschlagsversuch handle es sich um eine "fingierte Provokation, die nur den Interessen des Kiewer Regimes und des militaristischen Flügels des europäischen Polit-Establishments dient", hieß es in der auf Russisch veröffentlichten Erklärung.

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"Die größte Gefahr, der sich Deutschland heute ausgesetzt sieht, besteht nicht in angeblichen 'hybriden Attacken' aus Moskau, die es nicht gibt", schreibt die Botschaft weiter. Die Gefahr bestehe vielmehr "in Politikern, die mit Begeisterung Szenarien für einen baldigen Krieg mit Russland entwickeln und die wollen, dass deutsche Bürger sich daran beteiligen". Mit solchen Berichten wollten europäische Politiker lediglich ihre Unterstützung für die Ukraine rechtfertigen.

Die Drohne war in der Nacht zum Mittwoch durch einen Mitarbeiter des Flughafens Leipzig/Halle im Sicherheitsbereich des Frachtbetriebs entdeckt worden. Der an ihr befestigte Sprengsatz wurde von Experten der Bundespolizei entschärft. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte sich am Mittwoch mit Vertretern von Polizei und Sicherheitsbehörden am Flughafen Leipzig über die Lage informiert. Er sprach danach von einem "neuen Bedrohungsszenario". Ohne einen möglichen Urheber zu nennen, sah der Innenminister ein Ereignis, das "möglicherweise auch fremde Mächte mit einschließt". Vermutungen richten sich gegen Russland, Belege dafür gibt es aber bisher nicht.

(L.Møller--DTZ)

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