Deutsche Tageszeitung - US-Senator der Demokraten verurteilt Trumps Kritik an Manövern mit Südkorea

US-Senator der Demokraten verurteilt Trumps Kritik an Manövern mit Südkorea


US-Senator der Demokraten verurteilt Trumps Kritik an Manövern mit Südkorea
US-Senator der Demokraten verurteilt Trumps Kritik an Manövern mit Südkorea / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Der ranghöchste US-Senator der Demokraten im Streitkräfteausschuss hat die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump verurteilt, die Beteiligung der US-Armee an jährlichen gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea zu verringern. "Dies ist eine weitere wahnwitzige, planlose Entscheidung von Präsident Trump und seiner chaotischen Regierung", erklärte der Senator Jack Reed am Montag. "China und Russland beobachten, wie leicht der Präsident Amerikas Verbündete im Stich lässt", fügte Reed hinzu.

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Wenn Trump Militärübungen reduziere, "um einem Diktator zu schmeicheln oder Südkorea dafür zu bestrafen, dass es sich geweigert hat, sich an einem Krieg zu beteiligen, den er begonnen hat, dann betrachten all unsere Verbündeten und Gegner die Verpflichtungen der USA als verhandelbar", erklärte Reed weiter unter Bezug auf den Iran-Krieg.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un habe durch Trumps Ankündigung "einen propagandistischen Sieg errungen", fügte Reed hinzu. Südkorea hingegen, "einer unserer stärksten Verbündeten", sei "einzig wegen Trumps Ego" bestraft worden.

Trump hatte am Sonntag angekündigt, die Militärübungen seines Landes mit Südkorea "wesentlich" verringern zu wollen. Die gemeinsamen Manöver seien "nicht nur kostenintensiv, wobei viele dieser Kosten von den USA bezahlt werden (wie üblich!)", erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Darüber hinaus seien die Übungen auch ein Signal, das "total unangemessen und feindlich" gegenüber Nordkorea sei.

Der US-Präsident betonte weiter, während seiner Präsidentschaft habe sich Nordkorea "nicht bedrohlich" und "respektvoll" verhalten. Angesichts seiner "sehr guten Beziehung" zu Nordkoreas Machthaber Kim sei er "nicht glücklich über die Tatsache, dass die USA vor langer Zeit eingewilligt haben, sich an gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea zu beteiligen".

Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums begann am Montag die gemeinsame Militärübung "Ulchi Freedom Shield". Ungeachtet der Einwände Trumps verlaufe das Manöver "wie geplant".

(M.Travkina--DTZ)

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