Deutsche Tageszeitung - Kurdischer Ministerpräsident im Irak meldet iranischen Drohnenangriff auf sein Büro

Kurdischer Ministerpräsident im Irak meldet iranischen Drohnenangriff auf sein Büro


Kurdischer Ministerpräsident im Irak meldet iranischen Drohnenangriff auf sein Büro
Kurdischer Ministerpräsident im Irak meldet iranischen Drohnenangriff auf sein Büro / Foto: © AFP/Archiv

Der Ministerpräsident der autonomen Region Kurdistan im Irak, Masrur Barsani, ist nach eigenen Angaben in der Nacht zum Montag Ziel eines iranischen Drohnenangriffs geworden. Dabei seien sein Büro und das Haus des örtlichen Geheimdienstchefs in der Ortschaft Pirmam nahe Erbil ins Visier genommen worden, erklärte Barsani am Montag im Onlinedienst X. Opfer habe es nicht gegeben. Bagdad ordnete eine Untersuchung an. Teheran verurteilte den Angriff.

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Barsani verurteilte "die unverantwortlichen und inakzeptablen Angriffe aufs Schärfste". Sie stellten eine "gefährliche Eskalation" dar und seien eine "direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in der Region".

Kurdischen Einheiten zufolge ereignete sich die Attacke um kurz nach Mitternacht (Ortszeit). Dabei seien "zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen des Typs Hadid 110" zum Einsatz gekommen.

Die irakische Regierung ordnete eine Untersuchung des Drohnenangriffs an. Iraks Regierungschef Ali al-Saidi habe die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses angewiesen, hieß es in einer Erklärung seines Büros. Dieser sei "damit betraut, die Quellen und Abschussorte des Angriffs zu ermitteln".

Auch die iranische Regierung verurteilte den Drohnenangriff auf Barsanis Büro. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, habe den Angriff "als eine höchst verdächtige Entwicklung" beschrieben, "die Wachsamkeit und sorgfältige Aufmerksamkeit erfordert", berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna. Bakaei betonte demnach außerdem "die Entschlossenheit des Iran, die freundschaftlichen Beziehungen zum Irak und zu Kurdistan zu bewahren".

Die USA und Israel hatten Ende Februar einen Krieg mit dem Iran begonnen. Seitdem wurde auch die autonome Kurdenregion im Nordirak mehrfach beschossen. Die Angriffe richteten sich dabei auch gegen iranisch-kurdische Exil-Oppositionsgruppen und US-Stützpunkte.

(A.Stefanowych--DTZ)

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