Deutsche Tageszeitung - Wadephul weist Lawrows Drohung als "absurde Propaganda" zurück

Wadephul weist Lawrows Drohung als "absurde Propaganda" zurück


Wadephul weist Lawrows Drohung als "absurde Propaganda" zurück
Wadephul weist Lawrows Drohung als "absurde Propaganda" zurück / Foto: © AFP/Archiv

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat mit scharfen Worten auf Drohungen des russischen Chefdiplomaten Sergej Lawrow reagiert. Gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" sprach Wadephul am Dienstag von "absurder Propaganda" einer zunehmend verzweifelten russischen Führung: "Angesichts der in Russland immer schmerzhafter spürbaren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen des erfolglosen Eroberungskrieges gegen die Ukraine versucht der Kreml verzweifelt, die internationalen Unterstützer der Ukraine durch Drohungen und Desinformation unter Druck zu setzen."

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Wadephul betonte: "Keine der russischen Aktivitäten wird Erfolg haben. Wir werden stets die richtigen Antworten finden. Wir zeigen europäische Geschlossenheit."

Der Außenminister bezog sich auf eine Äußerung des russischen Außenministers Lawrow vom Freitag. Dieser hatte gesagt: "Wir werden unsere Methoden stark verschärfen, um all das zu zerstören, was Kiews Kriegsmaschine aus dem Westen speist. Und wir tun dies bereits." Lawrows Äußerungen ließen auch im Zusammenhang mit dem jüngsten Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle aufhorchen und waren als mögliches Eingeständnis einer russischen Drahtzieherschaft gewertet worden.

Auf dem Flughafen war im Sicherheitsbereich des Frachtbetriebs eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine. Der Verdacht richtet sich gegen Russland.

Wadephul reagierte nun gegenüber der "Süddeutschen" mit einer Gegenbotschaft auf die Drohungen aus Moskau: "Gemeinsam mit ihren internationalen Unterstützern hat die Ukraine den längeren Atem. Daran kann keine auch noch so absurde Propaganda etwas ändern."

(Y.Ignatiev--DTZ)

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