Deutsche Tageszeitung - Schwedendemokraten-Chef strebt "für 2030 oder später" Amt des Regierungschefs an

Schwedendemokraten-Chef strebt "für 2030 oder später" Amt des Regierungschefs an


Schwedendemokraten-Chef strebt "für 2030 oder später" Amt des Regierungschefs an
Schwedendemokraten-Chef strebt "für 2030 oder später" Amt des Regierungschefs an / Foto: © AFP

Der Chef der rechtsradikalen Schwedendemokraten, Jimmie Akesson, strebt für das Jahr "2030 oder später" das Amt des schwedischen Regierungschefs an. "Wir sind uns mit den Moderaten einig, dass Ulf Kristersson der Kandidat (des rechten Blocks) für das Amt des Ministerpräsidenten ist", sagte Akesson auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP mit Blick auf die am 13. September stattfindende nächste Parlamentswahl.

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Es werde aber "noch weitere Wahlen geben, daher möchte das Amt des Ministerpräsidenten im Jahr 2030 oder später anstreben", fügte er hinzu.

Im April hatte sich Regierungschef Ulf Kristersson bereiterklärt, die Schwedendemokraten in eine künftige Regierung aufzunehmen und der Partei einflussreiche Ministerposten zu übertragen, beispielsweise in den Bereichen Einwanderung und Integration.

Akesson sagte AFP dazu, die Schwedendemokraten würden "erheblichen Einfluss haben und Ministerposten mit weitreichender Verantwortung bekleiden".

Kristersson Koalition, die aus seiner Moderaten Sammlungspartei, den Christdemokraten und den Liberalen besteht, kam 2022 an die Macht, nachdem sie sich auf eine beispiellose Zusammenarbeit mit den rechtradikalen Schwedendemokraten geeinigt hatte - im Gegenzug für deren Unterstützung.

Unter der Führung von Parteichef Akesson hatten die Schwedendemokraten Kristerssons Partei bei der vergangenen Wahl überholt und wurden mit 20,5 Prozent der Stimmen zweitstärkste Partei hinter den oppositionellen Sozialdemokraten.

Die drei rechtsgerichteten Regierungsparteien sowie den Schwedendemokraten kommen laut einer am Dienstag vom Fernsehsender SVT veröffentlichten Umfrage zusammen auf 43,9 Prozent der Wählerstimmen. Die linksgerichtete Opposition kommt auf 53,9 Prozent der Stimmen.

(W.Novokshonov--DTZ)

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