Deutsche Tageszeitung - Armenischer Regierungschef Paschinjan erhält Hessischen Friedenspreis

Armenischer Regierungschef Paschinjan erhält Hessischen Friedenspreis


Armenischer Regierungschef Paschinjan erhält Hessischen Friedenspreis
Armenischer Regierungschef Paschinjan erhält Hessischen Friedenspreis / Foto: © AFP/Archiv

Der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan erhält den Hessischen Friedenspreis. Er wird für seine Friedensbemühungen im südlichen Kaukasus geehrt, wie der hessische Landtag am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Die Auszeichnung würdige das Bestreben des 51-Jährigen um die Etablierung demokratischer Institutionen in seinem Land und die Annäherung an die Europäische Union.

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2018 war Paschinjan einer der Anführer der sogenannten Samtenen Revolution und ebnete damit den Weg zu Parlamentswahlen. Auf die damaligen Massenproteste folgte ein friedlicher Machtwechsel. Anschließend wurde Paschinjan zum Regierungschef des Landes gewählt. Mit Unterstützung der USA verabschiedete er im vergangenen Jahr eine Friedenserklärung mit dem Nachbarland Aserbaidschan. Seit 2025 ist das Ziel eines EU-Beitritts Gesetz.

"Die Auszeichnung wirft ein Schlaglicht auf ein Land, das sich seit 2018 in einem fortgesetzten Prozess demokratischer Reformen und einer Annäherung an die europäischen Partner befindet", erklärte Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU). Paschinjans Ansatz zur Regelung der Beziehungen zu Aserbaidschan seien von dem Ziel geprägt, eine weitere Ausbreitung der Gewalt zu verhindern, erklärte Kuratoriumsmitglied Nicole Deitelhoff vom Peace Research Institute Frankfurt.

Der Hessische Friedenspreis war 1993 vom ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald (SPD) ins Leben gerufen worden. Vergeben wird die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung in der Regel jährlich von einer nach seinem Gründer benannten Stiftung. Das Kuratorium ist unter anderem auch mit Vertretern führender Friedensforschungsinstitute besetzt. Dieses Jahr wird der Preis am 18. September mit einem Festakt im hessischen Landtag vergeben.

2021 wurde die Verleihung wegen der Coronapandemie ausgesetzt. Danach wurden die Preisträger jeweils für das Vorjahr ausgezeichnet. Die Verleihung in diesem Jahr gilt für die Jahre 2025 und 2026, damit künftige Preisträger ab dem kommenden Jahr wieder im jeweils laufenden Jahr ausgezeichnet werden können. Das Preisgeld wird in diesem Doppeljahrgang aber nur einmal ausgezahlt.

(M.Travkina--DTZ)

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