Deutsche Tageszeitung - Ukrainischer Ex-Minister Fedorow wird Berater für militärische Innovationen in Italien

Ukrainischer Ex-Minister Fedorow wird Berater für militärische Innovationen in Italien


Ukrainischer Ex-Minister Fedorow wird Berater für militärische Innovationen in Italien
Ukrainischer Ex-Minister Fedorow wird Berater für militärische Innovationen in Italien / Foto: © AFP/Archiv

Der aus dem Amt gedrängte ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow wird "Berater für Innovationen in der Verteidigung" des italienischen Verteidigungsministers Guido Crosetto. Dieser habe ihm die Stelle angeboten, erklärte Fedorow am Freitag in Onlinediensten. "In dieser Funktion werde ich Italien dabei unterstützen, Technologien für die moderne Kriegsführung zu entwickeln." Gleichzeitig werde er weiter "an Projekten zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit" der Ukraine arbeiten.

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Das italienische Verteidigungsministerium bezeichnete die Ankündigung als "wichtige Chance" für Italien und teilte mit, Fedorow werde als "Innovationsberater" fungieren. Dieser verfüge über "umfangreiche Erfahrungen" mit "autonomen Systemen und mit der Luftverteidigung".

Der italienischen Zeitung "La Repubblica" zufolge hatte Crosetto Fedorow bereits im Juli eine Beraterstelle angeboten. Fedorows Büro zufolge wird er weiter in Kiew bleiben und von dort aus arbeiten. Von der ukrainischen Präsidialverwaltung gab es zunächst keine Stellungnahme.

Der technikaffine 35-jährige Fedorow war vor sechs Wochen vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aus dem Amt gedrängt worden. Grund waren offenbar Spannungen zwischen dem Minister und der Armeeführung. In der Folge gingen tausende Ukrainer auf die Straße und verlangten Fedorows Wiedereinsetzung.

Anfang August forderte Fedorow dann Wahlen in der Ukraine, was das Verhältnis zu Selenskyj weiter eintrübte. Wegen des seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 geltenden Kriegsrechts sind Wahlen ausgesetzt. Selenskyjs reguläre Amtszeit als Präsident endete im Mai 2024. Er wies den Vorschlag zurück, weil dieser das Land "spaltet".

(V.Korablyov--DTZ)

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