Deutsche Tageszeitung - Zuger SVP fordert Parkgebühren für auswärtige Besucher

Zuger SVP fordert Parkgebühren für auswärtige Besucher


Zuger SVP fordert Parkgebühren für auswärtige Besucher
Zuger SVP fordert Parkgebühren für auswärtige Besucher

Die SVP der Stadt Zug will auswärtige Autofahrer auf drei städtischen Parkflächen zur Kasse bitten, während Einheimische weiterhin kostenlos oder vergünstigt parken sollen.

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Die SVP der Stadt Zug verlangt ein neues Gebührenmodell für die Parkflächen Stierenmarkt sowie Allmend 1 und 2. Hintergrund ist der starke Besucherandrang während heißer Sommertage. Nach Darstellung der Partei stehen nicht nur das Strandbad, sondern auch die umliegenden Parkplätze unter erheblichem Druck durch Gäste aus benachbarten Kantonen.

Das bisherige kostenlose Parken für alle soll nach dem Vorstoß beendet werden. Fahrzeuge mit Zuger Kontrollschild sollen auf ausgewählten städtischen Flächen weiterhin gratis oder zu ermäßigten Konditionen abgestellt werden können. Auswärtige Besucher sollen dagegen eine Stunden- oder Tagesgebühr zahlen. Als Orientierung nennt die Partei die heutige Regelung auf der Allmend mit höchstens acht Franken pro Tag.

Die SVP begründet die unterschiedliche Behandlung mit den Kosten für Bau und Unterhalt der Infrastruktur. Die einheimische Bevölkerung solle diese Ausgaben für den auswärtigen Tagestourismus nicht allein tragen. Gebühren könnten zugleich den Parkdruck verringern und zusätzliche Einnahmen für die Stadt schaffen.

Für die Abwicklung schlägt die Partei ein digitales, schrankenloses System zur automatischen Erfassung der Kennzeichen vor. Eine solche Lösung habe sich nach ihren Angaben bereits beim Einkaufszentrum Neudorf in Cham bewährt. Teure Schranken und dauerhafte personelle Kontrollen seien dadurch nicht nötig.

Die SVP bezeichnet das Modell als verursachergerecht. Zug könne für Besucher offen bleiben und zugleich klare Anreize setzen. Über die Forderung und ihre konkrete Umsetzung müsste nun der Stadtrat entscheiden.

Der Vorstoß knüpft an die Debatte über den großen Andrang im Zuger Strandbad an. Während der Sommerhitze hatten Freibäder in verschiedenen Regionen die Besucherzahl begrenzt oder unterschiedliche Eintrittspreise für Einheimische und Gäste eingeführt. In Zug verlagerte sich der Druck auch auf die umliegenden Straßen und Abstellflächen.

Nach dem Konzept soll die digitale Erfassung automatisch erkennen, ob ein Zuger Kontrollschild vorliegt und welche Parkberechtigung gilt. Die Partei verspricht sich davon geringeren Verwaltungsaufwand. Dauernde Kontrollen durch Personal sollen ebenso entfallen wie die Wartung einer klassischen Schrankenanlage.

(V.Sørensen--DTZ)

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