Deutsche Tageszeitung - Nach zehn Monaten auf See: Crew der "USS Abraham Lincoln" geht in Thailand von Bord

Nach zehn Monaten auf See: Crew der "USS Abraham Lincoln" geht in Thailand von Bord


Nach zehn Monaten auf See: Crew der "USS Abraham Lincoln" geht in Thailand von Bord
Nach zehn Monaten auf See: Crew der "USS Abraham Lincoln" geht in Thailand von Bord / Foto: © AFP

Nach rund zehn Monaten auf See kann die Crew des wegen schlechter Bedingungen in die Kritik geratenen US-Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" nun in Thailand vorübergehend an Land gehen. Der massive Träger werde am Dienstag im Hafen der bei Touristen beliebten Stadt Pattaya im Süden des Landes anlegen, erklärte Bürgermeister Poramase Ngampiches. Pattaya ist wegen des Sextourismus berüchtigt.

Textgröße ändern:

Die Stadt sei vorbereitet, um die 5000 Matrosen und Marinesoldaten in Empfang zu nehmen, teilte Gouverneur Narit Niramaiwong mit. Rund 600 Beamte sorgten für Sicherheit und weitere Unterstützung. Busse stehen bereit, um sie in die Stadt zu bringen. Am Sonntag soll der Flugzeugträger wieder ablegen.

Die Menschen seien rund 280 Tage auf See gewesen und kämen, um sich zu erholen, schrieb Bürgermeister Poramase im Onlinedienst Facebook. "Unsere Vorbereitungen konzentrieren sich auf Sicherheit und faire Preise." Niemand wolle den Aufenthalt ausnutzen.

Weiter äußerte er dennoch die Hoffnung, dass die Soldaten während ihres Aufenthalts bis zu 100 Millionen Baht (rund 26.000 Euro) ausgeben könnten - was ein großer Gewinn für die Stadt in der Nebensaison ist.

Einst ein verschlafenes Fischerdorf hat sich Pattaya durch die Nutzung als Urlaubsort für die US-Soldaten im Vietnamkrieg in den 1960er Jahren zu einem Ziel für ausländische Touristen entwickelt. Besonders beliebt sind die Strände und das Nachtleben.

Der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" war im November 2025 vom kalifornischen San Diego ausgelaufen, um im Südchinesischen Meer Dienst zu leisten. Er wurde jedoch noch vor den Ende Februar begonnenen US-israelischen Angriffen auf den Iran in die Krisenregion umgeleitet. Berichte über prekäre Bedingungen und eine große psychische Belastung für die Besatzung bis hin zu Suizidversuchen hatten für heftige Kritik in den USA gesorgt.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Hubig sieht Klärungsbedarf bei Dobrindts Vergesellschaftungsgesetz

Hubig sieht Klärungsbedarf bei Dobrindts Vergesellschaftungsgesetz. dpa Bundesjustizministerin Stefanie Hubig sieht noch erheblichen Klärungsbedarf bei dem geplanten Gesetz der Bundesregierung, das Vergesellschaftungen erschweren soll.

Regierungskreise: Trump will laxere Klimaauflagen für Öl- und Gassektor bei Methan

US-Präsident Donald Trump will die Klimaschutzregeln für die heimische Öl- und Gasindustrie deutlich lockern: Nach Angaben aus dem Weißen Haus wollte Trump am Dienstag bei einem Auftritt im Bundesstaat Texas laxere Vorgaben für den Ausstoß des Treibhausgases Methan verkünden. Texas ist in den USA führend bei der Produktion fossiler Brennstoffe.

Wahlprognosen in Israel: Opposition leicht vorne - aber ohne Mehrheit

Bei der Parlamentswahl in Israel hat der Oppositionsblock um den Mitte-Rechts-Politiker Gadi Eisenkot laut ersten Prognosen mehr Sitze erhalten als die Regierungskoalition um Regierungschef Benjamin Netanjahu. Wie am Dienstagabend aus den Nachwahlbefragungen mehrerer israelischer Fernsehsender hervorging, kommt das Bündnis um Eisenkot auf 52 bis 53 Sitze, Netanjahus Bündnis auf 50. Für die absolute Mehrheit in der Knesset sind 61 Sitze nötig.

Gericht lehnt vorzeitige Haftentlassung von Beate Zschäpe ab

Gericht lehnt vorzeitige Haftentlassung von Beate Zschäpe ab. dpa Die verurteilte Rechtsterroristin Beate Zschäpe, die seit November 2011 im Gefängnis sitzt, soll noch bis mindestens 2035 in Haft bleiben.

Textgröße ändern: