Deutsche Tageszeitung - Putin weist Spekulationen über weitere Mobilmachung für Ukraine-Offensive zurück

Putin weist Spekulationen über weitere Mobilmachung für Ukraine-Offensive zurück


Putin weist Spekulationen über weitere Mobilmachung für Ukraine-Offensive zurück
Putin weist Spekulationen über weitere Mobilmachung für Ukraine-Offensive zurück / Foto: © POOL/AFP

Russland plant nach den Worten seines Präsidenten Wladimir Putin derzeit keine neue Mobilmachung im Zuge der Ukraine-Offensive. Bei entsprechenden Spekulationen handele es sich um eine ukrainische "Desinformationskampagne", sagte Putin am Donnerstag. Mit dieser solle das Ergebnis der Parlamentswahl in Russland in diesem Monat beeinflusst werden.

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"Es gibt heute kein Szenario, das eine Mobilmachung erfordern würde", sagte Putin beim Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok. "Wie allgemein bekannt ist, melden sich unsere Leute freiwillig und unterschreiben einen Vertrag", fügte Putin hinzu.

Kiew reagierte vorerst nicht auf Putins Äußerungen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte im Juli erklärt, Moskau bereite sich auf eine "neue Mobilisierungswelle im Herbst" vor, nachdem die russische Armee schwere Verluste erlitten habe. Die russischen Geländegewinne haben sich in diesem Jahr deutlich verlangsamt.

Der in den USA ansässige Thinktank Institute for the Study of War (ISW) hatte im Juli erklärt, Moskau schaffe offenbar die "Voraussetzungen" für eine weitere Teilmobilmachung. Die Organisation verwies auf zuletzt verabschiedete Gesetze, denen zufolge die russische Armee im Kriegsfall auf mehr Strafgefangene zurückgreifen kann als bislang.

Der Kreml hat wiederholt Pläne für einen weiteren Einberufungsaufruf dementiert. Putin hatte zuletzt 2022 eine "Teilmobilmachung" von Reservisten angeordnet, nachdem die russische Armee in der Ukraine militärische Rückschläge erlitten hatte. Die damalige Anordnung bezog sich laut Kreml auf rund 300.000 von insgesamt rund 140 Millionen Russen. Sie führte dazu, dass zahlreiche Männer im wehrpflichtigen Alter Russland verließen.

(W.Budayev--DTZ)

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