Deutsche Tageszeitung - Nach Austrittswelle: Frühere BSW-Mitglieder in Thüringen gründen neue Partei

Nach Austrittswelle: Frühere BSW-Mitglieder in Thüringen gründen neue Partei


Nach Austrittswelle: Frühere BSW-Mitglieder in Thüringen gründen neue Partei
Nach Austrittswelle: Frühere BSW-Mitglieder in Thüringen gründen neue Partei / Foto: © AFP/Archiv

In Thüringen ausgetretene BSW-Mitglieder haben eine neue Partei mit dem Namen Thüringen.Gerecht gegründet. Zur Vorsitzenden wurde am Sonntag in Erfurt die ehemalige BSW-Landesvorsitzende Katja Wolf gewählt, wie ein Sprecher mitteilte. In der zurückliegenden Woche waren mehrere Mitglieder aus dem BSW in Thüringen und teils auch aus der Fraktion im Erfurter Landtag ausgetreten, nachdem ein Streit mit der Bundesspitze der Partei um die Regierungsbeteiligung im Freistaat eskaliert war.

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"Wir haben versprochen, für Stabilität und Verlässlichkeit in Thüringen zu sorgen", erklärte Wolf am Sonntagabend. "Jetzt laden wir alle Menschen ein, dieses Versprechen gemeinsam mit uns in die Tat umzusetzen." Der Gründungsvorstand werde "schnellstmöglich" für eine "breite Mitgliederaufnahme" sorgen und dann einen Parteitag einberufen.

Unter der Überschrift "Wir werden Thüringen.Gerecht" verabschiedete die neue Partei ihr Gründungsprogramm. Laut der Erklärung steht dabei "eine Politik, die zuhört, die Lebensleistung der Menschen anerkennt und für Sicherheit, Respekt und neue Zuversicht sorgt" im Mittelpunkt.

Die Gruppe um Wolf hatte der Bundespartei um Gründerin Sahra Wagenknecht Einmischung und fehlende Distanz zur AfD vorgeworfen. CDU, SPD und Wolf bekannten sich zu ihrer gemeinsamen Koalition in Erfurt. Wolf ist im Kabinett von Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) Finanzministerin.

(A.Nikiforov--DTZ)

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