Deutsche Tageszeitung - Erster Jahrestag: Trump erinnert an Kirk-Attentat und greift "radikale Linke" an

Erster Jahrestag: Trump erinnert an Kirk-Attentat und greift "radikale Linke" an


Erster Jahrestag: Trump erinnert an Kirk-Attentat und greift "radikale Linke" an
Erster Jahrestag: Trump erinnert an Kirk-Attentat und greift "radikale Linke" an / Foto: © AFP/Archiv

US-Präsident Donald Trump hat an das Attentat auf den ultrarechten Aktivisten Charlie Kirk vor einem Jahr erinnert. Kirk sei ein "großartiger Freund und eine konservative Stimme" gewesen, sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) auf dem Republikaner-Parteitag in Dallas im Bundesstaat Texas. Er warnte erneut vor der "radikalen Linken" und rief dazu auf, bei den Kongresswahlen am 3. November nicht für die Demokraten zu stimmen.

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Trump sagte in seiner Rede, Millionen von US-Bürgern seien vor einem Jahr nicht nur schockiert über den Tod des 31-jährigen Kirk gewesen, sondern über den Jubel "kranker Leute" über die Tat. "Für einen kurzen Moment fiel die Maske der radikalen Linken", sagte der 80-Jährige. Nun stimmten dieselben Leute für die Demokraten. "Wir werden sie nicht gewinnen lassen", fügte Trump hinzu.

Das Weiße Haus nannte Kirk in Online-Netzwerken einen "furchtlosen Patrioten". Außenminister Marco Rubio machte die "Feinde der Zivilisation" für seinen Tod verantwortlich. Kirks Witwe Erika hatte die USA dagegen erneut zur Versöhnung aufgerufen: "Bei allem, was uns trennt, ist Trauer eine universelle Sprache und ein prägender Bestandteil der menschlichen Erfahrung", schrieb sie zu Wochenbeginn im Onlinedienst X.

Auch die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni erinnerte an Kirk. Die beste Art des Gedenkens sei, "nicht zuzulassen, dass der Hass siegt, der versucht hat, ihn zum Schweigen zu bringen", erklärte sie auf X.

Kirk war am 10. September 2025 bei einer Diskussionsveranstaltung auf einem Universitätscampus in Utah erschossen worden. Er galt als einer der einflussreichsten Rechtsaußen-Aktivisten und Sprachrohr Trumps für die Jugend.

Trump bezeichnete Kirk nach dem Attentat als "Märtyrer" und verlieh ihm posthum die Präsidentenmedaille der Freiheit als höchste zivile Auszeichnung der USA. Kritiker warfen Kirk dagegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und das Schüren von Hass gegen Minderheiten vor.

Dem mutmaßlichen Attentäter Tyler Robinson droht bei einer Verurteilung wegen Mordes die Todesstrafe. Der 23-Jährige sei es "satt" gewesen, den "Hass" des Influencers zu ertragen, erklärte die Staatsanwaltschaft. Robinson hatte auf nicht schuldig plädiert. Ein Datum für den Prozess steht noch nicht fest.

(M.Dorokhin--DTZ)

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