Deutsche Tageszeitung - Trump will Regeln im Kampf gegen Coronavirus-Pandemie regional lockern

Trump will Regeln im Kampf gegen Coronavirus-Pandemie regional lockern


Trump will Regeln im Kampf gegen Coronavirus-Pandemie regional lockern
Trump will Regeln im Kampf gegen Coronavirus-Pandemie regional lockern / Foto: ©

US-Präsident Donald Trump strebt regionale Lockerungen der Richtlinien im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie an. In einem Brief an die Gouverneure der US-Bundesstaaten schrieb Trump am Donnerstag, die Ausweitung der Coronavirus-Tests werde bald Risikoanalysen auf Ebene der Landkreise ermöglichen. Die Landkreise könnten dann in solche mit hohem, mittleren oder geringen Risiko eingestuft werden. Dies wiederum erlaube dann regional abgestufte Handlungsempfehlungen.

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Trump beteuerte, all dies werde in "enger Abstimmung" mit Gesundheitsexperten erfolgen. Wann die neuen Empfehlungen veröffentlicht werden sollen, schrieb der Präsident nicht.

Trump hatte Anfang vergangener Woche Richtlinien vorgestellt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. So wurden alle US-Bürger aufgerufen, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten, keine Gruppen von mehr als zehn Menschen zu bilden und bei Krankheitssymptomen umgehend zu Hause zu bleiben.

Der auf 15 Tage angelegte Plan enthält allerdings lediglich Empfehlungen, die nicht bindend sind. Die weitaus strikteren Vorgaben in vielen Bundesstaaten - etwa umfassende Geschäftsschließungen und verpflichtende Heimarbeit - wurden von Gouverneuren erlassen.

Trump hat zuletzt wiederholt seinen Unmut über die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Maßnahmen bekundet. "Man kann ein Land zerstören, indem man es dicht macht", sagte der Präsident am Dienstag und warnte vor einer "massiven Rezession oder Depression", die mehr Todesopfer zur Folge haben könnte als das Coronavirus selbst.

Trump, der im November eine Wiederwahl anstrebt, äußerte den Wunsch, bis Ostern wieder eine Rückkehr zur Normalität einzuläuten. Experten halten dies für verfrüht, zumal die Zahl der Infektionen und Toten in den USA derzeit rasant ansteigt. Viele Gouverneure dürften an ihren strikten Vorgaben auch dann festhalten, wenn der Präsident die Handlungsempfehlungen auf nationaler Ebene lockert.

In den USA sind inzwischen mehr als 75.000 Coronavirus-Infektionen und mehr als tausend Todesopfer bestätigt worden. Die USA könnten bald China und Italien als Länder mit den meisten Infektionen ablösen. Während es zunächst in den USA an Coronavirus-Tests fehlte, wird inzwischen umfassend getestet.

"Uns steht noch ein langer Kampf bevor, aber unsere Bemühungen zahlen sich bereits aus", schrieb Trump nun an die Gouverneure. "Amerikaner im ganzen Land hoffen, dass bald der Tag kommt, an dem sie ihr normales wirtschaftliches, soziales und religiöses Leben wieder aufnehmen können."

(V.Sørensen--DTZ)

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