Deutsche Tageszeitung - Taliban lehnen Verhandlungsteam der afghanischen Regierung ab

Taliban lehnen Verhandlungsteam der afghanischen Regierung ab


Taliban lehnen Verhandlungsteam der afghanischen Regierung ab
Taliban lehnen Verhandlungsteam der afghanischen Regierung ab / Foto: ©

Weiterer Rückschlag auf dem Weg zu innerafghanischen Friedensgesprächen: Die radikalislamischen Taliban haben das Verhandlungsteam der afghanischen Regierung abgelehnt. Die Regierung habe kein "integratives" Team aufgestellt, teilten die Taliban am Samstag mit. Sie seien nur zu Gesprächen mit einem Verhandlungsteam bereit, "das unseren Vereinbarungen entspricht und sich nach den festgelegten Grundsätzen zusammensetzt".

Textgröße ändern:

Um einen "echten und dauerhaften Frieden" zu erreichen, müssten alle an den innerafghanischen Gesprächen Beteiligten mit dem Team einverstanden sein. Die Mehrheit habe die Regierungsvertreter jedoch abgelehnt, erklärten die Taliban ohne anzugeben, um wen es sich dabei handelte.

Die USA hatten Ende Februar in Doha ein Abkommen mit den Taliban unterzeichnet, das den Weg für einen dauerhaften Frieden in Afghanistan ebnen soll. Darin erklärten sich die Taliban zu Friedensverhandlungen mit der afghanischen Regierung in Kabul bereit. Zudem soll die Gruppe Garantien geben, dass sie das Terrornetzwerk Al-Kaida und die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekämpfen. Im Gegenzug wollen die USA binnen 14 Monaten all ihre Truppen und die ihrer Verbündeten abziehen.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Weißes Haus: Forderungen nach Rücktritt von US-Präsident Joe Biden "lächerlich"

Das Weiße Haus hat Rücktrittsforderungen an US-Präsident Joe Biden als "lächerlich" zurückgewiesen. Es sei "lächerlich" zu fordern, dass Biden nach seinem Ausstieg aus dem Rennen um das Weiße Haus nun auch vom Präsidentenamt zurücktreten müsse, sagte Bidens Sprecherin Karine Jean-Pierre am Mittwoch vor Journalisten. Auch wies sie Vorwürfe einer möglichen "Vertuschung" von Bidens Gesundheitszustand vor seinem Wahlkampf-Ausstieg zurück.

Netanjahu zeigt sich vor US-Kongress "zuversichtlich" zu Schicksal der Geiseln

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich in einer Rede vor dem US-Kongress "zuversichtlich" zu den Erfolgsaussichten der Verhandlungen über eine Freilassung der von der radikalislamischen Hamas gehaltenen Geiseln gezeigt. "Ich bin zuversichtlich, dass diese Bemühungen zum Erfolg führen können", sagte Netanjahu in einer gemeinsamen Sitzung von Senat und Repräsentantenhaus in Washington.

FBI: Mutmaßlicher Schütze bei Trump-Anschlag recherchierte zu Kennedy-Attentat

Der mutmaßliche Schütze beim versuchten Mordanschlag auf den früheren US-Präsidenten Donald Trump hatte einige Tag zuvor zum Attentat auf John F. Kennedy im Jahr 1963 recherchiert. Der 20-jährige Thomas Matthew Crooks habe am 6. Juli in der Google-Maschine danach gefragt, wie weit der mutmaßliche damalige Attentäter Lee Harvey Oswald vom Präsidenten entfernt postiert war, teilte der Direktor der Bundespolizei FBI, Christopher Wray, am Mittwoch in einer Kongressanhörung mit.

Verbreitung von Islamismus und Judenhass: Islamisches Zentrum Hamburg verboten

Nach monatelanger Vorbereitung hat das Bundesinnenministerium das als Propaganda-Außenposten Irans geltende Islamische Zentrum Hamburg (IZH) verboten. Es sei eine "extremistische Organisation des Islamismus" mit verfassungsfeindlichen Zielen, die "aggressiven Antisemitismus" verbreite, erklärte das Ministerium zur Begründung am Mittwoch. Demnach sind von dem Verbot auch Teilorganisationen des bundesweit tätigen Vereins in anderen Bundesländern betroffen.

Textgröße ändern: