Deutsche Tageszeitung - Göring-Eckardt will Prämien für Pflegepersonal aus Gesundheitsfonds finanzieren

Göring-Eckardt will Prämien für Pflegepersonal aus Gesundheitsfonds finanzieren


Göring-Eckardt will Prämien für Pflegepersonal aus Gesundheitsfonds finanzieren
Göring-Eckardt will Prämien für Pflegepersonal aus Gesundheitsfonds finanzieren / Foto: ©

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt will mit Mitteln aus dem Gesundheitsfonds Dankesprämien an das medizinische Pflegepersonal in der Corona-Krise bezahlen. "Der Bund sollte jetzt alle Mittel und Wege nutzen, um neben anderen Maßnahmen auch direkte finanzielle Prämien an das Personal zu unterstützen", sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Sonntag. Das Pflegepersonal leiste in der Krise "jeden Tag Unglaubliches". Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte einen Bonus von 500 Euro an alle Pflegekräfte in seinem Land an.

Textgröße ändern:

Göring-Eckardt sah nun die Bundesregierung am Zuge: "Das Gesundheitsministerium könnte jetzt Mittel aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds freigeben und einen Fonds für die Pflege aufsetzen, damit Krankenhäuser, Rettungsdienste und Pflegeeinrichtungen zusätzliche Gelder erhalten, die sie rasch als Dankesprämien an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszahlen können."

Sie fände es falsch, wenn die Bundesregierung die Frage einer Dankesprämie für medizinisches und Pflegepersonal so lange vor sich herschiebe, bis sie zwischen Bund, Ländern und den Arbeitgebern versande, sagte Göring-Eckardt.

Bayerns Ministerpräsident Söder kündigte am Sonntag auf Twitter an: "Wir werden 500 Euro als Bonus an alle Pflegekräfte zahlen." Zudem habe Bayern "in allen Krankenhäusern, Pflege- und Seniorenheimen freies Essen und Getränke für die Beschäftigten eingerichtet".

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte bereits angekündigt, dass er Bonuszahlungen an Beschäftigte in der Corona-Krise bis zu einer Höhe von 1500 Euro steuerfrei stellen wolle.

Die Pflege-Branche zeigte sich offen für einen Zuschlag in der Krise. "Wir sind offen für einen einmaligen Bonus in Höhe von bis zu 1500 Euro", sagte Friedhelm Fiedler, Vizepräsident des Arbeitgeberverbands Pflege, zur "Bild" vom Samstag. "Diese große Geste wäre absolut sinnvoll." Jedes Unternehmen müsse allerdings selbst über eine solche Zahlung entscheiden, sagte Fiedler.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Erster Wahlkampfauftritt von Trump seit Attentat an Seite von Vize Vance

Eine Woche nach dem Attentat auf ihn absolviert Ex-US-Präsident Donald Trump am Samstag seinen ersten Wahlkampfauftritt. Er will bei der Kundgebung in Grand Rapids im Bundesstaat Michigan zusammen mit seinem Vizepräsidentschaftskandidaten J.D. Vance auftreten. Trump war in dieser Woche beim Parteitag der US-Republikaner zum Präsidentschaftskandidaten ernannt und triumphal empfangen worden.

Gedenken an Widerstand gegen Hitler zum 80. Jahrestag des Attentats

80 Jahre nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler würdigen die Spitzen von Staat und Regierung am Samstag die Widerstandskämpfer gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft. Geplant ist eine Feierstunde im Ehrenhof des Berliner Bendlerblocks (11.00 Uhr). Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) soll dabei eine Rede halten und anschließend gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier einen Kranz niederlegen.

Trump und Selenskyj telefonieren miteinander - Republikaner kündigt Beendigung des Krieges an

Der US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert und angekündigt, bei einer Rückkehr ins Weiße Haus den Krieg in der Ukraine zu beenden. "Ich bin Präsident Selenskyj dankbar dafür, dass er sich an mich gewandt hat, denn als Ihr nächster Präsident der Vereinigten Staaten werde ich der Welt Frieden bringen und den Krieg beenden, der so viele Menschenleben gekostet und unzählige unschuldige Familien zerstört hat", erklärte Trump am Freitag (Ortszeit) in seinem Onlinenetzwerk Truth Social.

US-Regierung will Einwegplastik bis 2035 aus Bundesbehörden verbannen

Die US-Regierung will Einwegplastik bis zum Jahr 2035 aus allen Bundesbehörden verbannen. "Die Plastikproduktion und der Plastikmüll haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten verdoppelt", erklärte die Regierung am Freitag. Dadurch würden die Meere verschmutzt, zudem werde die Atemluft in der Nähe von Produktionsstätten "vergiftet" und die öffentliche Gesundheit bedroht.

Textgröße ändern: