Deutsche Tageszeitung - Gouverneur verschiebt Vorwahl in US-Bundesstaat Wisconsin wegen Corona-Krise

Gouverneur verschiebt Vorwahl in US-Bundesstaat Wisconsin wegen Corona-Krise


Gouverneur verschiebt Vorwahl in US-Bundesstaat Wisconsin wegen Corona-Krise
Gouverneur verschiebt Vorwahl in US-Bundesstaat Wisconsin wegen Corona-Krise / Foto: ©

Wegen der Coronavirus-Krise hat der Gouverneur des US-Bundesstaates Wisconsin die dort für Dienstag geplanten Präsidentschaftsvorwahlen in letzter Minute verschoben. Gouverneur Tony Evers unterzeichnete am Montag ein Dekret, das eine Stimmabgabe in Wahlbüros am Dienstag untersagt. Als vorläufigen neuen Wahltermin legte der Demokrat den 9. Juni fest. Es sei zwar eine schwierige Entscheidung, erklärte Evers. Er habe aber "die Pflicht, für die Sicherheit der Menschen zu sorgen".

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Während eine Reihe von Bundesstaaten wegen der Ansteckungsgefahr die Vorwahlen schon verschoben hatten, wurde in Wisconsin bis zuletzt an dem Wahltermin festgehalten. Evers hatte zwar eine Verschiebung angestrebt, war aber an der Mehrheit der Republikaner im Regionalparlament gescheitert. Nun unterzeichnete er ein Exekutivdekret, um die Maßnahme durchzusetzen.

Die Coronavirus-Pandemie hat die Vorwahlen und den Wahlkampf in den USA nahezu zum Erliegen kommen lassen. Zahlreiche Bundesstaaten haben die Wahltermine nach hinten verschoben oder ganz auf Briefwahlen umgestellt, was mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Bei den Vorwahlen der oppositionellen Demokraten ist Ex-Vizepräsident Joe Biden klarer Favorit gegen den linksgerichteten Senator Bernie Sanders. Beide mussten in den vergangenen Wochen geplante Wahlkampfveranstaltungen absagen und wenden sich deswegen über das Internet oder die Medien an ihre Wähler.

Die Demokraten haben zudem den ursprünglich für Juli geplanten Parteitag zur Nominierung ihres Präsidentschaftskandidaten auf Mitte August verschoben. Die Präsidentschaftswahl ist auf Anfang November angesetzt.

In den USA ist die Zahl der Corona-Todesopfer inzwischen auf mehr als 10.000 angestiegen. Rund 347.000 Infektionen wurden bislang bestätigt.

(M.Dylatov--DTZ)

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