Deutsche Tageszeitung - Prozess gegen Mann von IS-Rückkehrerin Jennifer W. beginnt in Frankfurt am Main

Prozess gegen Mann von IS-Rückkehrerin Jennifer W. beginnt in Frankfurt am Main


Prozess gegen Mann von IS-Rückkehrerin Jennifer W. beginnt in Frankfurt am Main
Prozess gegen Mann von IS-Rückkehrerin Jennifer W. beginnt in Frankfurt am Main / Foto: ©

Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main beginnt am Freitag (10.00 Uhr) der Prozess gegen den Ehemann der IS-Rückkehrerin Jennifer W., der sich unter anderem wegen Mordes und Völkermordes an den Jesiden verantworten muss. Die Anklage wirft dem Iraker Taha A.-J. vor, eine als Sklavin gekaufte fünfjährige Jesidin qualvoll verdursten lassen zu haben. Er wurde im Oktober nach Deutschland ausgeliefert und sitzt seither in Untersuchungshaft.

Textgröße ändern:

Den Ermittlern zufolge kaufte A.-J. im Sommer 2015 eine Frau und deren fünf Jahre alte Tochter, die als Sklavinnen bei W. und ihm leben mussten. Das Mädchen soll er als Strafe für das Urinieren auf eine Matratze bei Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius im Freien an ein Fenster gefesselt haben, bis es in der Hitze starb. Bis Ende August sind 23 Verhandlungstage angesetzt. A.-J.s Frau steht bereits seit rund einem Jahr in München vor Gericht. Auch hier geht es unter anderem um den Tod des jesidischen Mädchens.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Erster Wahlkampfauftritt von Trump seit Attentat - Druck auf Biden wächst weiter

Der Wahlkampf in den USA geht vorerst ohne US-Präsident Joe Biden weiter: Während der Amtsinhaber wegen seiner Corona-Infektion eine Pause einlegen muss, absolviert sein Widersacher Donald Trump am Samstag seinen ersten Auftritt nach dem Attentat auf ihn vor einer Woche. Bei der Wahlkampfkundgebung in Grand Rapids im Bundesstaat Michigan will der frisch gekürte republikanische Präsidentschaftskandidat zusammen mit seinem Vizekandidaten J.D. Vance auftreten. Derweil wächst der Druck auf Biden, auf seine Kandidatur zu verzichten.

Todesstrafe für Deutschen in Belarus: Minsk in "Konsultationen" mit Berlin

Nach dem Todesstrafen-Urteil gegen einen Deutschen in Belarus ist die Regierung in Minsk nach eigenen Angaben in "Konsultationen" mit der Bundesregierung. Dabei würden "konkrete Lösungen" gesucht, teilte am Samstag das belarussische Außenministerium mit. In dem Fall geht es um einen 30-jährigen Deutschen, der nach Angaben der belarussischen Menschenrechtsorganisation Wjasna wegen "Terrorismus" und "Söldnertum" zum Tode verurteilt wurde.

Pistorius beharrt auf finanzpolitischen Kurswechsel - Rüge von Mützenich

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) lässt nicht nach mit seiner Kritik am geplanten Wehretat für das kommenden Jahr. Am Samstag stellte er nun sogar den finanzpolitischen Kurs der Ampelkoalition grundsätzlich in Frage - und erhielt für seine Forderungen Widerspruch aus der eigenen Partei. "Wir müssen uns in der Bundesregierung noch einmal grundsätzlich darüber unterhalten, wie wir unsere Sicherheit gewährleisten wollen", sagte Pistorius dem "Tagesspiegel".

Zypern: Keine Anzeichen auf Versöhnung am 50. Jahrestag der türkischen Invasion

Keine Hoffnung auf Versöhnung: Am 50. Jahrestag des türkischen Einmarsches im Norden Zyperns haben beide Seiten ihre unterschiedlichen Visionen für die Zukunft der Mittelmeerinsel bekräftigt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan lehnte am Samstag im türkisch kontrollierten Teil der Hauptstadt Nikosia erneute Gespräche über eine Wiedervereinigung Zyperns ab. Auf der anderen Seite der Demarkationslinie betonte derweil der Präsident der Republik Zypern, Nikos Christodoulides, für die Zyprer gebe es "keine andere Option" als die Wiedervereinigung.

Textgröße ändern: